Mini-Melonen aus dem Melktal

Leo Gruber-Doberer und Victoria Lehner bieten Mini-Wassermelonen aus Ruprechtshofen an – und nutzen damit den Klimawandel zu ihren Gunsten.

Erstellt am 12. August 2020 | 03:45
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Vom Feld auf den Teller: Die erste reife Mini-Wassermelone von Victoria Lehner und Leo Gruber-Doberer aus Ruprechtshofen.
Foto: Michael Bouda

„Schneid‘ die Melone an“ heißt es nicht nur im Lied der österreichischen Band 5/8erl in Ehr‘n, sondern ab kommendem Wochenende auch in Ruprechtshofen. Denn Leo Gruber-Doberer (24) und Victoria Lehner (20) haben sich in den vergangenen Monaten den erfrischend-süßen Früchten verschrieben.

Auf rund 1.000 Quadratmetern haben die beiden früheren Landjugendleiter in Ruprechtshofen Wassermelonen angebaut. „Am 17. Mai haben wir sie gesetzt“, berichtet Gruber-Doberer. Die Idee war dem Paar bei einer befreundeten Familie im Burgenland gekommen, wo es dann auch die 1.200 Jungpflanzen erwarb. „Wir haben uns gedacht, wenn die Melonen im Burgenland, nahe des Wechsels, wachsen, warum dann nicht auch bei uns“, erklärt Gruber-Doberer und spricht die höheren Temperaturen an: „Der Klimawandel ist nicht wegzudiskutieren. Aber wir sehen in der Krise eine Chance, unsere Landwirtschaft anzupassen.“

Dabei hätte das nasskalte Wetter im Frühjahr den beiden schon fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir haben zwischenzeitlich schon gedacht, es ist gelaufen“, war Gruber-Doberer dann erleichtert, als die Früchte dennoch gediehen. Fünf verschiedene Sorten, alles Mini-Wassermelonen, sind nun kurz vor der Ernte. „Der Vorteil bei den kleineren Früchten ist, dass sie frühreif sind“, sagt Lehner. In acht Reihen, auf Folienbahnen und mit jeweils einem Meter Abstand zueinander, wachsen die Melonen.

Erste Kostprobe: „Sehr schmackhaft“

Beim NÖN-Besuch vergangenen Donnerstag gab es die erste, gut zwei Kilo schwere, Melone zu kosten. „Sie sind nicht so rot wie im Bilderbuch, aber sehr schmackhaft“, stellte Lehner lachend fest. Mit dem Verkauf starten die beiden Junglandwirte am kommenden Wochenende. Wird es 2021 eine Fortsetzung geben? Gruber-Doberer ist jetzt schon begeistert: „Wir werden das sicher weiterverfolgen.“