Schülerlotsen bei Wind und Wetter im Einsatz. Seit fast zwölf Jahren sorgt Ernst Schmuck in Ruprechtshofen für Sicherheit am Schulweg. Mittlerweile hat er ein zehnköpfiges Team aufgebaut.

Von Michael Bouda. Erstellt am 14. August 2019 (04:34)
Bouda
Die Schülerlotsen: Ernst Stadler, Josef Quintus, Franz Wolf, Josef Sandwieser, Adam und Niki Schöner, Josef Lemp, Ernst Schmuck und Karl Huber (v. l.). Schmuck ist auf der Suche nach Verstärkung für sein Team.

Aus einem Zufall heraus hat alles angefangen. „Ich kann mich noch genau erinnern: Am 18. September 2007 war ich bei der Volksschule Ruprechtshofen und habe gesehen, dass niemand da war, um den Schulkindern beim Überqueren der Straße zu helfen. Also habe ich eine Warnweste angezogen und mich hingestellt“, erzählt Ernst Schmuck von den Anfängen.

Zehnköpfiges Team aufgebaut

Knapp zwölf Jahre später hat der Pensionist ein zehnköpfiges Schülerlotsen-Team aufgebaut. „Ich übernehme dabei die Jahreseinteilung. Jede fünfte Woche ist man für eine Woche dran“, schildert Schmuck. Von etwa 7.10 bis 7.55 Uhr gilt es an Schultagen beim Zebrastreifen vor der Volksschule in Ruprechtshofen für die Sicherheit der Kinder zu sorgen.

„Egal bei welchem Wetter – einmal bin ich schon bei -19 Grad draußen gestanden. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung“, lacht der 75-jährige St. Leonharder, der außerdem seit 16 Jahren Schriftführer des ÖKB-Hauptbezirks Melk mit über 2.800 Mitgliedern ist.

Er betont dabei, wie wichtig Schülerlotsen geworden sind – gerade mit steigendem Verkehrsaufkommen. „Einmal habe ich die Autos gezählt: In der Dreiviertelstunde, in der ich dort war, waren es 458 Autos. Und außerdem entlasten Schülerlotsen die Polizei.“ Und gerade Kinder seien im Straßenverkehr leicht zu übersehen: „Wenn die kleinen Hasen am Gehsteig gehen und ein Lkw kommt, sieht er die ja gar nicht.“

„Höchster Respekt und Anerkennung“

Den Einsatz der Freiwilligen hebt auch Ruprechtshofens VP-Ortschef Leopold Gruber-Doberer hervor: „Für mich persönlich haben die Schülerlotsen einen ganz hohen Stellenwert. Sie passen bei jeder Witterung unentgeltlich auf unsere Kinder auf. Das ist keine Selbstverständlichkeit und verdient höchsten Respekt und Anerkennung.“

Sein St. Leonharder Pendant Hans-Jürgen Resel hat ebenfalls nur lobende Worte: „Das ist ein ganz engagiertes Team – Hut ab!“ Als Dank werden die Schülerlotsen jährlich zur Weihnachtszeit zum Essen eingeladen.