Insolvenz bei Gradwohl - 210 Mitarbeiter betroffen

Erstellt am 30. November 2022 | 10:41
Lesezeit: 2 Min
Firma Gradwohl Melk
Der Melker Gradwohl-Firmensitz
Foto: Alexander Wittmann
Die Ing. H. Gradwohl GmbH in Melk hat laut eigenen Angaben am Mittwoch am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsplanverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.
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Betroffen sind der Aussendung zufolge 210 Mitarbeiter an vier Standorten in Niederösterreich sowie 152 Gläubiger. Die Höhe der Verbindlichkeiten wurde mit 6,018 Mio. Euro angegeben. Das Unternehmen soll fortgeführt werden.

Der 1971 gegründete Betrieb ist in den Bereichen Druck, Metallbau, Kunststoffverarbeitung und Display-Bau tätig und erwirtschaftete zuletzt rund 20 Mio. Euro Umsatz. Als Ursachen für die Pleite wurden Verluste durch die Teuerung - besonders bei Energie und Rohstoffen - im Bereich der Automotive-Produkte und indirekte Auswirkungen der Corona-Pandemie genannt. Drei Firmenstandorte befinden sich in Melk, ein weiterer in Wimpassing a.d. Pielach (Bezirk St. Pölten-Land).

Geplant ist, den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent anzubieten. Als Schuldnervertreter fungiert Unternehmensberater David Leisch.

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