Blitze in Maria Taferl: „Es hat so laut gekracht!“. Vor zwei Wochen schlugen mehrmals Blitze in Maria Taferl ein – darunter auch in der Basilika. Die Schäden in der Wallfahrtskirche belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 06. Mai 2021 (05:45)

Am Donnerstagnachmittag vor zwei Wochen ziehen dunkle Wolken über der Basilika Maria Taferl auf. Die Zeiger der Uhren auf der Wallfahrtskirche stehen auf exakt 15.40 Uhr – als plötzlich ein Blitz in der Basilika einschlägt (die NÖN berichtete).

„Es hat so laut gekracht! Ich dachte zuerst, dass Maria Taferl bombardiert wird, so laut war das“, erinnert sich Christian Schüller zurück. Der Obmann des Pfarrkirchenrates und Betreiber des Café Schüllers war während des heftigen Unwetters samt mehreren Blitzeinschlägen zuhause. Als sich der Himmel wieder lichtet, kommt die zerstörerische Kraft des Himmelsspektakels zutage – und nun steht auch die Schadenshöhe fest.

„Die elektronischen Anlagen sind weitgehend kaputt. Wir sprechen hier von rund 40.000 Euro – wir hoffen, dass die Versicherung die Kosten übernimmt“, berichtet Schüller. Durch den Blitzeinschlag in der Wallfahrtskirche blieben auch die Kirchenuhren sofort stehen. Tagelang bewegten sich die Zeiger keinen Millimeter. Seit vergangenem Freitag ticken die Uhren wieder.

„Gott sei Dank, denn ganz Maria Taferl ist es gewohnt, auf die Uhren der Basilika zu schauen“, schmunzelt Schüller. Dass das Gewitter keinen größeren Schaden anrichtete, sei laut ihm der neuen Blitzschutzanlage zu verdanken: Diese wurde im Zuge der Dachsanierung 2018 installiert. „Größte Sorge hatten wir um die Orgel – glücklicherweise haben die Sicherheitsbarrieren gehalten“, erzählt Schüller.

Spur der Verwüstung in der Gemeinde

Aber nicht nur in der Basilika hinterließ das Unwetter eine Spur der Verwüstung, wie ÖVP-Bürgermeister Heinrich Strondl erläutert.

„Auch im Hotel Schachner und in weiteren Haushalten wurden Schäden nach dem Blitzeinschlag verzeichnet. Die LED-Lichter der Straßenbeleuchtung sind kaputt gegangen und auch die Steuerung der Wasserversorgung in Reitern fiel aus. Das haben wir gleich behoben“, informiert er. Eine Schadenssumme könne Strondl aktuell noch nicht nennen – man sei in Kontakt mit der Versicherung.