Schollach

Erstellt am 27. Dezember 2016, 09:27

von Markus Glück

Fritz-Abschied mit Wehmut. Mit Jahreswechsel verlässt Standortleiter Peter Fritz die Schallaburg. Mit der NÖN blickt er auf die letzten sieben Jahre und seine persönlichen Highlights zurück.

Peter Fritz  |  Martina Siebenhandl

Mit Anfang des Jahres wechselt Schallaburg-Standortleiter Peter Fritz als Geschäftsführer des Urgeschichtemuseums MAMUZ und des Nitsch-Museums nach Mistelbach. Wer sein Nachfolger wird, steht derzeit noch nicht fest.

Warum haben Sie sich für die neue Position in Mistelbach entschieden?

Peter Fritz: Nach sieben Jahren auf der Schallaburg widme ich mich nun einer neuen beruflichen Herausforderung. Spannend im neuen Job ist der Mix aus dem Museum mitsamt einem Freigelände zur Ur- und Frühgeschichte in Asparn und den jährlichen Sonderausstellungen zu Geschichte und Kunst in Mistelbach. Es ist ein sehr breites Themenfeld mit neuen Aufgaben, vor allem die Kombination aus Ausstellung und Museum ist besonders interessant.

Welche Erfahrungen nehmen Sie von der Schallaburg mit?

Ich habe in all den Jahren viel über Ausstellungsorganisation, Denkmalpflege und Betrieb eines Schlosses gelernt. Die Schallaburg ist heute die Speerspitze der Denkmalpflege in ganz Niederösterreich. Und ich nehme mit, dass so ein Kulturbetrieb nur funktioniert, wenn sich alle Mitarbeiter voll engagieren. Es ist ein super Team auf der Schallaburg am Werk!

Ist es ein Abschied mit Wehmut?

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Lachend, weil wir in den vergangenen Jahren auf der Schallaburg viel auf die Beine stellen konnten und im Weinviertel spannende Aufgaben auf mich warten. Aber natürlich schwingt auch Wehmut mit, weil ich viele tolle Mitarbeiter, Gäste und Freunde der Schallaburg aus nah und fern kennenlernen durfte.

Rückblickend auf Ihre Zeit auf der Schallaburg: Was waren die Highlights?

Es ist viel passiert: Wir haben 2016 einen Lift im Schloss einbauen lassen. Damit sind die Ausstellungen und Veranstaltungen der Schallaburg barrierefrei. Die Außenanlagen wie Neuschloss, Schießstätte und Ballhaus wurden in den vergangenen zwei Jahren saniert und werden in der kommenden Saison zugänglich werden. Damit erweitert sich das Angebot der Schallaburg nochmals deutlich. In den sieben Jahren besuchten uns über eine Million Gäste. Mein persönliches Highlight war die Ausstellung 2014 zum Ersten Weltkrieg, an der ich als Kurator mitwirkte. Das allerwichtigste aber war, dass wir die Schallaburg als internationales Ausstellungszentrum auch in der Region verankern konnten.