Rückt die Seilbahn näher?. Derzeit klärt ein TÜV-Gutachten die technischen Möglichkeiten, auch die Auswirkungen auf Verkehr und Tourismus werden untersucht. Finanzierung noch unklar.

Von Michael Unger. Erstellt am 03. September 2015 (09:09)
NOEN, Knobloch/Fotomontage
Eine vollautomatische zweispurige Pendelbahn könnte über 300 Meter Luftlinie die durch die Donau getrennten Orte Aggsbach-Dorf und Aggsbach-Markt verbinden. Ein technisches Gutachten und eine Studie über wirtschaftliche Auswirkungen sollen jetzt mehr Klarheit bringen. Foto: Knobloch/Fotomontage
In einer entscheidenden Phase befinden sich die Planungen für eine die Donau überspannende Seilbahn zwischen Aggsbach-Dorf und Aggsbach-Markt.

Wirtschaftlich nur ohne Bedienungspersonal

Wie berichtet, bemüht sich eine Gruppe rund um Schönbühel-Aggsbachs Altbürgermeister Anton Draxler seit Längerem um die Verwirklichung des Projekts.

Geplant ist eine vollautomatische Pendelbahn mit maximal zwei Gondeln. Eine Gondel soll bis zu acht Personen samt Fahrrädern fassen. Die Bahn soll sich rund um die Uhr einfach selbst bedienen lassen, bezahlt wird mit Chipkarte, Münzeinwurf oder Handy.

Nur ohne Bedienungspersonal könne die Anlage wirtschaftlich geführt werden, ist Draxler überzeugt. Eine solche vollautomatische Anlage wäre in der EU ein Novum. Daher ist aber nicht sicher, ob die Bahn bei uns genehmigt werden würde.

Im Auftrag eines am Projekt interessierten österreichischen Seilbahnherstellers wird derzeit ein TÜV-Gutachten erstellt. Es soll klären, ob alles wie geplant technisch möglich wäre. Ein Ergebnis wird demnächst erwartet. Anton Draxler meint vorsichtig, dass es „positiv zu sein scheint“.

Studienergebnis bis Ende des Jahres

Ebenfalls noch im September wird die Leader-Region Wachau-Dunkelsteinerwald eine Studie in Auftrag geben, die sich mit dem Seilbahn-Projekt befasst. Sie soll die Auswirkungen auf Regionalverkehr und Tourismus sowie die Wirtschaftlichkeit des Projekts selbst untersuchen. Vorliegen soll sie bis Ende des Jahres.

Im Konzept der Leader-Region für den Zeitraum 2015 bis 2020 ist eine „Radfahrer- und Fußgängerverbindung Aggsbach-Aggsbach“ vorgesehen. „Die Seilbahn wäre dafür eine Möglichkeit“, so Draxler.

Sollten sowohl Gutachten als auch Studie positiv ausfallen, wäre das für die Verwirklichung bereits ein großer Schritt nach vor. Nach wie vor ungeklärt ist aber die Finanzierung. Als Möglichkeiten nennt Draxler Fördermittel der EU und des Landes NÖ, Sponsoren oder den Seilbahnhersteller. Fixiert ist davon aber noch nichts.