Lagler und Kuchler ziehen Beschwerde zurück. Überraschendes Happy End für Schönbühel: Der Hochwasserschutz kann nun wie geplant gebaut werden.

Erstellt am 16. Juni 2017 (15:59)
Unger
Erich Lagler (l.) und Bürgermeister Erich Ringseis beim Handschlag nach der überraschenden Wende.

Die Stimmung am Dienstagabend im Gasthof Stumpfer war mehr als gereizt. Erich Lagler und Martina Kuchler hatten große Schwierigkeiten, wie geplant ihre Alternativvorstellungen zum Hochwasserschutz am Siecherbach zu präsentieren. Immer wieder wurden sie vom Publikum beschimpft und unterbrochen. Mit ihrer Beschwerde gegen die Genehmigung des Hochwasserschutzprojekts Schönbühel hatten die beiden den Zorn großer Teile der Bevölkerung auf sich gezogen.

Wie berichtet meinten die Beschwerdeführer, der geplante Donau-Hochwasserschutz bedeute eine Verschlechterung für die Hochwassersituation am in die Donau mündenden Siecherbach, wo sich ihr Grundstück befindet. Aus dem Publikum wurde ihnen hingegen wiederholt vorgeworfen, bloß eine Verbesserung der eigenen Lage auf Kosten der Allgemeinheit zu wollen. Auch Bürgermeister Erich Ringseis und Vizebürgermeister Gernot Kuran (beide ÖVP), die ebenfalls gekommen waren, bestritten eine Gefahr für den Siecherbach vehement.

Eine plötzliche Überraschung

Nach knapp drei Stunden sehr intensiver Diskussionen aber dann plötzlich die Überraschung: Erich Lagler verkündete, nachdem ihm die Gemeinde zuletzt noch mit einigen kleineren Nachbesserungen entgegen gekommen war, die Beschwerde zurückzuziehen. Er wolle zuvor nur noch die Machbarkeit einer Niveauverlagerung mit der Wildbachverbauung abklären. Die Schönbüheler jubelten, Ringseis bedankte sich sogar mit Handschlag bei Lagler.

Am Freitag dann die Entscheidung: Bei einer Besprechung mit Erich Lagler und der Gemeinde meinte die Wildbachverbauung, keine Einwände gegen die von Lagler geplanten Maßnahmen am Grundstück zu haben. Daraufhin sagte dieser endgültig das Aus für die Beschwerde zu, wie Ringseis erleichtert der NÖN bestätigte. Der ursprüngliche Fahrplan für den Hochwasserschutz sollte nun eingehalten werden können. Noch im Juni wird der Gemeinderat die Detailplanungen für Schönbühel vergeben.

Mehr zum Thema in der nächsten Ausgabe der Melker NÖN, sowie im ePaper.