Erste Ideen für Umbau des Ybbser Schulzentrums. Studenten arbeiteten in 16 Arbeitsgruppen neue Ansätze für Umbau des Schulzentrums aus.

Von Markus Glück. Erstellt am 06. Februar 2020 (05:18)
Studenten der Universität Bozen und der TU Wien präsentierten Willi Reiter, SZ-Direktor Rainer Graf und Bürgermeister Alois Schroll die unterschiedlichen Projektideen.
SZ Ybbs

Akute Platznot und die fehlenden Möglichkeiten, das individuelle Schulmodell an HAK, HTL und HASCH zu leben, machen einen Umbau des Ybbser Schulzentrums dringend notwendig. Geplant ist ein Baustart spätestens für das Jahr 2022/23, denn da läuft eine Leasingrate für den letzten Umbau des Schulzentrums aus.

Um mögliche Varianten für das Schulzentrum Neu zu diskutieren, initiierte die Schule gemeinsam mit der Universität Bozen und der Technischen Universität ein spannendes Projekt. Studenten arbeiteten in 16 Gruppen unterschiedliche Modelle aus, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen.

Leitsatz „Lernstände statt Leerstände“

Bei der Vorstellung der Projektarbeitsgruppe mit SZ-Direktor Rainer Graf, Bürgermeister Alois Schroll und den Stadträten Willi Reiter (beide SPÖ) und Harald Ebert (VP) kamen dabei interessante Projektideen zutage. „Die Frage war, wie sich unser Schulkonzept in der Architektur widerspiegeln kann. Dabei waren den Ideen keine Grenzen gesetzt“, staunt Schuldirektor Graf über die einzelnen Ideen. Ein Projekt auf der grünen Wiese, wie zuletzt von der ÖVP angedacht, spielte in den Planungen der Studenten übrigens keine Rolle.

Unter dem Leitsatz „Lernstände statt Leerstände“ soll in einem Projekt etwa die Öffnung in Richtung Innenstadt passieren. Angedacht ist dabei die Auslagerung der Schulwerkstätte, der Mensa, aber auch der Bibliothek in die Innenstadt. „Hier könnte eine Verknüpfung mit der Stadtbibliothek funktionieren. Bei der Vernetzung mit der Altstadt würden wir auch die nötige Bewegung für die Schüler schaffen“, glaubt Graf.

Spannend ist auch ein Ansatz, der einen Zugang zur Schule über den Stadtgraben mittels Brücke vorsieht. Ein weiterer Wunsch an den Neubau ist, eine zusätzliche räumliche Verschränkung der diversen Schultypen zu schaffen. So könnten pro Stockwerk alle Schulstufen aller Schultypen untergebracht und offene Lernbereiche geschaffen werden.

Konzepte für den Architektenwettbewerb

Direktor Graf betont, dass sich das Projekt derzeit in der Phase Null befinde. „Die Konzepte sollen in den Architektenwettbewerb einfließen. Bei unserem Schulkonzept brauchen wir eine andere Lernsituation, für uns zählt aber die Qualität vor der Quantität“, meint Graf.

Mit dem Start der Semesterferien begann auch die Anmeldefrist für das neue Schuljahr.