HLUW Yspertal arbeitet mit der UNI Budweis zusammen. Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ist für eine moderne höhere Bildungseinrichtung eigentlich nicht mehr wegzudenken. Die HLUW Yspertal führt trotz Corona-Einschränken mit der Universität Budweis einen Workshop zur Thematik „Ökotoxikologie“ mit den Schülerinnen und Schülern sehr erfolgreich durch.

Von Schulpartner NÖN/BVZ. Erstellt am 11. Februar 2021 (15:00)
“So geht Ökotoxikologie!“ - Die Schülerinnen und Schüler der HLUW Yspertal präsentierten Dr. Christoph Steinbach von Fakultät für Fischerei und Gewässerschutz der Universität Budweis online ihre Ausarbeitungen.
Usercontent, HLUW Yspertal

Yspertal, Stift Zwettl, Budweis – Corona schränkt uns ein, die HLUW Yspertal versucht trotzdem, interessante Ausbildung am Puls der Zeit zu gewährleisten. In der letzten Woche vor den Semesterferien werden traditionell seit der Schulgründung Unterrichtsprojekte durchgeführt, heuer zwar reduziert und mit Unterstützung von Videodiensten. Viele Klassen hatten aber doch ihre Unterrichtsprojekte, natürlich abgestimmt auf die geltenden Vorgaben bezüglich der aktuellen Pandemie.

So geht Ökotoxikologie – Projekt der Klasse 4BUW

Die Klasse 4BUW unter der Leitung von DI Peter Böhm und Mag. Gunter Gortan arbeitete an dem Projekt „So geht Ökotoxikologie“, das als Teil einer INTERREG-Kooperation mit Fakultät für Fischerei und Gewässerschutz der Universität Budweis stattfindet. Dr. Christoph Steinbach, ein auf Ökotoxikologie spezialisierter Forscher der Fakultät, informierte die Schülerinnen und Schüler via Online-Meeting über die Grundlagen dieses Arbeitsbereiches.

Kläranlagen bauen diese Stoffe nicht ab

Es ist in der Öffentlichkeit relativ wenig bekannt, dass unsere Gewässer auch durch Pharmazeutika und hormonell wirksame Substanzen belastet sein können. Diese werden nämlich in Kläranlagen nicht abgebaut. Bei Dauerbelastung lassen sich diese Stoffe auch in den Geweben diverser Organismen wie Fischen und Amphibien nachweisen und haben oft negative Auswirkungen auf Stoffwechselprozesse, Wachstum und Fortpflanzung. Nach einem Einführungsvortrag via Videochat von Dr. Steinbach bekamen die Schülerinnen und Schüler diverse wissenschaftliche Artikel zu Forschungsergebnissen der Ökotoxikologie, die sie in Form Präsentationen auszuarbeiten hatten. Sie bekamen Einblick in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens, erlangten Fachwissen zu einem aktuellen wie auch hochkomplexen Umweltthema. Im 2. Semester, so es die Coronasituation zulässt, wird das Projekt mit praktischen Aufgabenstellungen in den Laboratorien der HLUW Yspertal fortgesetzt.

Green Jobs – Arbeitsplätze der Zukunft!

Besonders freuten sich die Schülerinnen und Schüler über das Feedback von Dr. Christoph Steinbach von der UNI in Budweis. „Der Workshop mit euch hat mir viel Spaß gemacht. Ein völlig neues Thema und dann gleich mit englischer Fachliteratur. Daher bin ich von euren Präsentationen sowie den intelligenten Fragen begeistert und beeindruckt. Respekt - Weiter so!“ Die HLUW Yspertal bildet seit 30 Jahren sehr erfolgreich für „Green Jobs“ aus. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden viele Green Jobs benötigt. Die Schule liefert gerade für diese Arbeitsbereiche ein hervorragendes Rüstzeug. „Wir haben für das nächste Schuljahr genügend Ausbildungsplätze frei. Wir starten mit drei ersten Klassen und unsere Schule und das Internat werden ausgebaut bzw. erneuert“, so Direktor Mag. Gerhard Hackl für den Schulerhalter, das Zisterzienserstift Zwettl.