Bezirk Melk: Schulen sind startklar.  Das neue Schuljahr bringt neben neuer Covid-19-Regelungen auch neue Schüler und Direktoren. Lehrer, Direktoren und Schüler sehen der kommenden Zeit positiv entgegen.

Von Lisa Schinagl und Friedrich Reiner. Erstellt am 01. September 2021 (05:14)
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Bürgermeisterin Margit Straßhofer (v.l.) und der neue Direktor Markus Schauer verabschieden Gottfried Röster in den Ruhestand.
privat

Die Schultüte ist gefüllt, der Ranzen gepackt und der Corona-Selbsttest bereits durchgeführt. Von einem Schulanfang wie damals kann man in diesem Jahr wohl kaum sprechen. Das Bildungsministerium präsentiert bereits Anfang August die wichtigsten Standpunkte des heurigen Schuljahrs. Etwa Abwasseranalysen, Frühwarnsysteme und Luftfilter werden in Schulen eingesetzt. 

Schulqualitätsmanager des Bezirks Melk Wolfgang Schweiger spricht von einer „Sicherheitsphase in den ersten drei Wochen“. Dabei sollen Schüler und Lehrer dreimal pro Woche getestet werden. Er erklärt: „Diese Maßnahme soll die Rückkehr erleichtern.“ Viele Menschen kämen aus Urlauben zurück, weshalb man daher das Risiko vermeiden möchte, erklärt er weiter.  Entsprechende Vorkehrungen werden in Abhängigkeit der Inzidenz vorgenommen. Wichtig sei dabei, dass jeder Schüler die Schule besuchen kann. Zu Klassen- oder Schulschließungen soll es nur mehr kleinflächig kommen können.

Das regelmäßige Testen und die Maskenpflicht stieß einigen Eltern im vergangenen Schuljahr sauer auf – sie nahmen ihre Kinder vorerst aus der Schule. Davon betroffen waren primär die Volksschulen Weiten und Kilb. Schweiger weiß, dass Abmeldungen von den Schulen nicht mehr geworden sind: „Es ist überschaubar.“ Die Bildungsdirektion sowie die Schulen sind sich einer Meinung, dass „die soziale Gemeinschaft in den Klassen wichtig ist“. Schulleiterin der Volksschule Kilb, Sabine Reichly, spricht von derzeit fünf Abmeldungen an ihrer Schule. Mit einigen Eltern gab es Gespräche, wodurch man die Kinder in der Schule halten konnte. „Ausschlaggebend für das Umdenken war, dass sich die Kinder in der Schule mit Freunden wohlfühlen und gerne in der Gruppe lernen“, beschreibt sie. Die Motivation der Kinder für das neue Schuljahr ist in jedem Fall gegeben, meint Reichly. Obwohl die Corona-Vorkehrungen zu einem Mehraufwand führen, „überwiegt die Freude“, verspricht sie. Das Lehrerteam sehe dem Schuljahr ebenso positiv entgegen.

Für den optimalen Schulstart sorgt die Marktgemeinde Raxendorf mit der Betreuungswoche „Startklar“. An fünf Vormittagen wurden Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren in den gängigen Fächern Deutsch, Mathe und Englisch unterrichtet. Lern-, Bewegungs- und Konzentrationsspiele sorgten überdies für gehörig Spaß beim außertourlichen Lernen.

Neue Direktoren und Kinder in den Schulen

Zum Schulbeginn sitzen wieder neue Schüler in den Klassen. Schweiger erzählt von 780 Erstklässlern und 85 Vorschülern im Bezirk Melk. Doch auch in der Direktorenfunktion kommt es in diesem Jahr zu Änderungen. In der Volksschule Persenbeug-Gottsdorf geht Direktorin Eva Wurzer in den Ruhestand. Mit der Funktion der Direktorin wurde nun Elisabeth Kilnbeck betraut, welche vorher in Neustadl und Dorfstetten tätig war. Konkrete Pläne hat sie noch nicht, für sie gilt es zuerst, die Kollegen kennenzulernen und gut anzukommen. „Ich freue mich sehr, dass ich da bin“, meint sie. Die Gemeinde begrüßte sie bereits am Montag. In der Mittelschule Pöggstall folgt Markus Schauer in die Fußstapfen von Gottfried Röster. Schauer setzt sich die „Digitalisierung, die Vorbereitung auf Schule und Beruf, ein vielfältiges Angebot und eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern sowie Schülern“ als Schwerpunkte.

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