K.-o.-Tropfen bei Party in Region Mank?

Eine 17-Jährige brach bei einer Party in der Region Mank zusammen. Was man bei K.-o.-Tropfen-Verdacht beachten sollte.

Erstellt am 29. November 2021 | 06:48
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Symbolbild
Foto: Shutterstock/Maksym Fesenko

Die Partymusik dröhnt, als ihr auf einmal schwindelig und schlecht wird. Sie eilt auf die Toilette, wo sie sich zuerst übergibt und dann zusammenbricht. Ihre Freundinnen finden sie, bringen sie nach Hause – woraufhin die Partynacht im Krankenhaus endet. Nach einem insgesamt vierstündigen Blackout kommt sie schließlich wieder zu sich.

So erging es einer 17-Jährigen aus dem Bezirk St. Pölten-Land auf einer Party im Herbst in der Region Mank. Die Vermutung der jungen Frau und ihres Vaters, der sie ins Krankenhaus gebracht hat: K.-o.-Tropfen. „Gott sei Dank ist ihr sonst nichts passiert“, sagt der Vater im Gespräch mit der NÖN erleichtert. Gleichzeitig sei ihm das aber zu wenig: „Wir haben Anzeige erstattet, damit man zumindest Bewusstsein schafft – auch wenn man die Täter wahrscheinlich nicht finden wird.“

Schnelle Tests wichtig, um Substanz nachzuweisen

Der Vater will darauf aufmerksam machen, dass man sich nicht schämen müsse, wenn man glaubt, K.-o.-Tropfen verabreicht bekommen zu haben. Viel mehr sei es wichtig, so schnell wie möglich Blut oder Urin testen zu lassen, um K.-o.-Tropfen nachzuweisen oder zumindest einen Alkoholtest zu machen, um Alkohol auszuschließen. Im Fall seiner Tochter war es für beides zu spät.

Auch bei der Frauenberatung sind K.-o.-Tropfen regelmäßig Thema, vor allem in der Präventionsarbeit, wie Christa Ressl von der Frauenberatung Mostviertel mit Sitz in Amstetten erklärt. Einen umfangreichen Folder dazu hat die „Frauenberatung Notruf bei sexueller Gewalt“ in Wien herausgebracht. Dort wird ebenso zu einem schnellen Blut- oder Urintest geraten. Merkt man, dass man möglicherweise K.-o.-Tropfen verabreicht bekommen hat, sollte man auf keinen Fall alleine aus dem Lokal gehen, sondern sofort Freunden oder dem Personal Bescheid geben. Prinzipiell sei Vorsicht geboten: Von niemandem auf ein Getränk einladen lassen, dem man nicht vertraut, und Gläser nicht unbeaufsichtigt lassen. Mehr Informationen dazu gibt es auf frauenberatung.at .