Kritik am Covid-Konzept am Eislaufplatz Melk. Besucher und SPÖ orten Nachholbedarf bei Management, der zuständige VP-Stadtrat, Anton Linsberger, verweist indes auf bereits umgesetzte Maßnahmen vor Ort.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 30. Dezember 2020 (03:02)
Absperrgitter wurden als jüngste Maßnahme zur Sicherheitam Melker Eislaufplatz aufgestellt.
Denise Schweiger

Seit der Vorwoche ist der Eislaufplatz neben dem Melker Wachaubad geöffnet, auf Kritik mussten die Verantwortlichen aber nicht lange warten. „Schlimm, wenn man sich eine Stunde vor Einlass schon anstellen muss, und da ist es nicht sicher, ob du noch rein darfst“, ist etwa auf Facebook zu lesen.

Nachholbedarf am Konzept ortet auch die Melker SPÖ. Dass das Contact Tracing etwa über eine Liste, in der sich die Eisläufer selbst händisch eintragen müssen, erfolgt oder sich 70 Personen gleichzeitig auf dem Eis befinden dürfen, stößt den Sozialdemokraten sauer auf.

„So können wir das nicht unterstützen. Wir fordern eine Anmeldung mit Zeit-Slots und dass die Fläche für 50 Personen beschränkt wird“, betont SP-Gemeinderat John Haas, dass die Bezirkshauptstadt coronatechnisch „mit gutem Beispiel voran und auf Nummer sicher“ gehen sollte.

Angesprochen auf die Kritikpunkte betont der zuständige VP-Stadtrat Anton Linsberger, dass seit der Eröffnung weitere Maßnahmen zur Sicherheit umgesetzt wurden. „Wir haben mehr Platz in der Umkleide geschaffen, Bänke und Tische sorgen für mehr Abstand und beim Parkplatz steht jetzt eine Konstruktion aus Absperrgittern“, zählt er auf.

Er kenne die Problematik um wartende Menschentrauben beim Eingang: „Wir haben aber dahingehend sofort gehandelt.“ Linsberger habe zudem kein Verständnis für den Unmut der SPÖ: „Wir, die ÖVP, haben das alles allein umgesetzt. Jetzt darüber nörgeln, finde ich nicht in Ordnung.“