Sektorales Bettelverbot: Kein Vorfall seit dem Frühjahr. Nach dem Eintreten des sektoralen Bettelverbots am 19. August wurde beim „Ybbser Sicherheitsgipfel“ das richtige Vorgehen im Umgang mit Bettlern besprochen.

Von Anna Faltner. Erstellt am 05. September 2017 (04:00)
Gemeinde

Was ist eigentlich die richtige Vorgehensweise, wenn man in Ybbs mit Bettlern konfrontiert wird? Genau das war Thema beim Sicherheitsforum der Initiative „GEMEINSAM.SICHER in Österreich“ in Ybbs.

Nachdem das sektorale Bettelverbot in Ybbs mit 19. August in Kraft trat, wurden jetzt die Spielregeln erklärt. Zum „Ybbser Sicherheitsgipfel“ waren Geschäftsleute und die Polizei eingeladen. „Die Polizei hat jetzt viel mehr Handhabe. Deswegen wollten wir besprechen, wie wir in Zukunft in solchen Situationen agieren“, berichtet SP-Bürgermeister Alois Schroll.

Das Wichtigste: Nicht selber einschreiten, sondern sofort die Polizei rufen. Generell ermittelt die Polizei jetzt vermehrt vor Ort – verdeckt und auch in Uniform. Eine Anzeige kann telefonisch oder direkt bei der Polizeistation gemacht werden.

Verbot an bestimmten öffentlichen Orten

„Das Verbot gilt an bestimmten öffentlichen Orten. Wenn dort gebettelt wird, ist es eine Verwaltungsübertretung“, erklärt Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Herbert Gruber. Die Polizei kann die Person auffordern, ihr Verhalten einzustellen und den Ort zu verlassen. „Vorerst gehen wir mit gelinderen Mitteln vor“, betont er.

Allerdings berichtet er auch, dass es schon seit Frühjahr keinen Fall von Betteln mehr in diesen Zonen gegeben hat. Für Schroll war es dennoch die richtige Entscheidung: „Unser Bezirkspolizeikommandant sowie das Interesse der Landes-VP an dem Thema bestätigen das.“ Der Ortschef betont auch, dass es sich bei den „Ybbser Bettlern“ nicht um arme Leute handelt. „Das sind organisierte Banden, die extra hergebracht werden.“