Melk: B33 wegen Felssturz-Gefahr gesperrt. Wackelige Felsformation muss dringend saniert werden – für Arbeiten wird B33 für drei Wochen teilgesperrt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. Juni 2021 (06:01)
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Die Experten des geologischen Dienstes des Landes haben der Felsformation oberhalb der südlichen Wachaubundesstraße B33 gar kein gutes Zeugnis ausgestellt: Der Fels ist locker geworden, Sicherheitsmaßnahmen müssen „so rasch wie möglich“ umgesetzt werden.

„Es droht massive Gefahr in Verzug“, berichtete ÖVP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung. Täglich werden die „Wackelkandidaten“ der B33 kontrolliert, sogenannte „Spione“, die die geologischen Bewegungen dokumentieren, wurden an der Erhöhung angebracht. „Auf der Anhöhe wurde alles schon abgeholzt und gerodet, jetzt ist die Problematik auch von der Straße aus ersichtlich“, informierte Kaufmann. „Die Felssicherung ist dringend notwendig – neben der B33 verläuft zudem auch der Radweg.“

„Die Felssicherung ist dringend notwendig – neben der B33 verläuft zudem auch der Radweg.“ Wolfgang Kaufmann, ÖVP-Vizebürgermeister

Um die Gefahr von oben zu bannen, kommt es ab Ende Juni zu Verkehrsbehinderungen. „Die Sicherungsarbeiten – ein Teil der Felsen wird abgetragen und dann ein Netz installiert – starten am Montag, 28. Juni, und werden drei Wochen, also bis Freitag, 16. Juli, andauern“, definiert der Vizebürgermeister das Zeitfenster für die Teilsperre der B33. Ein Fahrstreifen wird nämlich befahrbar bleiben – und auch der Radverkehr wird umgeleitet.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf 240.000 Euro – 60 Prozent davon steuert der Bund (Wildbach- und Lawinenerbauung) bei, 15 Prozent das Land Niederösterreich und 20 Prozent der Niederösterreichische Straßendienst. Fünf Prozent der Summe – also 12.000 Euro – muss die Stadtgemeinde Melk selbst berappen. Der Gemeinderatsbeschluss für den Kostenanteil fiel einstimmig.