Sicherstellung zahlreicher Waffen samt Munition. Maschinenpistolen, Faustfeuerwaffen und diverese Munition konnten bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt werden.

Erstellt am 12. Juli 2013 (11:21)
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Das Landesamt für Verfassungsschutz Niederösterreich führte am 11. Juli 2013 im Bezirk Melk eine Hausdurchsuchung durch. Dabei konnten
 
  • 25 halb- und vollautomatische Karabiner bzw. Kalaschnikow
  • 7 Faustfeuerwaffen, teilweise Kriegsmaterial und fast zur Gänze mit Schalldämpfer ausgestattet
  • 1140 Gewehrpatronen mit Vollmantelspitzgeschossen
  • 180 Stück  Faustfeuerwaffenmunition
sichergestellt werden.

Das Landesamt für Verfassungsschutz wurde durch einen Informanten in Kenntnis gesetzt, dass ein Landwirt im Bezirk Melk  mehrere Waffen illegal besitzen würde und im ganzen Haus versteckt haben soll.
Auf Grund dieser glaubwürdigen Information wurde bei der Staatsanwaltschaft  St. Pölten eine Anordnung zur Hausdurchsuchung erwirkt.
Der Betroffene gibt an, die Waffen ursprünglich als Deko - Waffen im Internet erworben und diese in weiterer Folge durch Umbaumaßnahmen in vollfunktionsfähige Waffen umgewandelt zu haben.
Die Waffen waren teilweise sehr aufwändig versteckt: Eine FFW war in einer Ziegelwand hinter einen halbierten Ziegelstein  versteckt, mehrere Waffen in einem Wandverbau mit doppeltem Boden,  mehrere Schusswaffen der Kat. B wurde in einem Versteck unter einem Parkettboden gefunden.
 
Bei der Durchsuchung wurde auch der  Sprengstoffspürhund ‚Aron‘ der Diensthundeinspektion Echsenbach beigezogen.
 
Derzeit erfolgt durch die Kriminalpolizeiliche Untersuchungsstelle eine Überprüfung der Waffen, wobei die Waffen beschossen, die Nummern überprüft werden bzw. untersucht wird, ob es sich tatsächlich um ehemalige Deko - Waffen handelt.
 
Der Landwirt wird auf freiem Fuß nach dem Waffengesetz an die Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.