Hitzige Diskussionen um neue Strategiepläne für die Landwirtschaft

Erstellt am 05. Oktober 2022 | 09:59
Lesezeit: 2 Min
Die Vorstellung der mit der EU neu verhandelten gemeinsamen Agrarpolitik stieß bei den Vertretern der Landwirte auf wenig Gegenliebe.
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Vergangenen Montag fand in Pöchlarn die Landesleitsitzung des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) statt. Nationalratsabgeordneter und Präsident der niederösterreichischen Landwirtschaftskammer Johannes Schmuckenschlager (ÖVP) und Andreas Schlager, Leiter der Abteilung "Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem" (Invekos) stellten sich der Diskussion mit den Vertretern der Landwirte.

Nach der Begrüßung durch den Obmann des "UBV", Herbert Hochwallner präsentierte Schlager den, mit der EU verhandelten und bereits genehmigten, neuen Strategieplan der "Gemeinsamen Agrarpolitik" (GAP). Dies wird mit 1. Jänner 2023 in Kraft treten und bis 2027 gelten. Insgesamt stehen für die Jahre 2023 bis 2027 8,8 Milliarden Euro zur Verfügung, wobei sich an der nationalen Finanzierung anteilig sowohl der Bund als auch die Länder beteiligen.

Hitzige Debatten mit Schmuckenschlager

Bei der anschließenden Diskussionsrunde kamen von den Landwirten verschiedene Themen wie mangelnde Information gegenüber den Bauern, Holzimporte aus dem benachbarten Ausland, Einfluss der Landjugend und des Bauernbundes, zu wenig Mitspracherecht, und die Doppelfunktion von Schmuckenschlager, einerseits als ÖVP-Nationalratsabgeordneter und andererseits als Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich zur Sprache. Zudem ist Schmuckenschlager im ÖVP-nahen Bauernbund fest verankert. Schon in der Vergangenheit waren sich die beiden Verbände - Bauernverband und Bauernbund - nicht immer ganz einig. Der Großteil der Debatte wurde zwar emotional, aber sachlich geführt. Einige der Anwesenden gingen jedoch auch auf direkten Konfrontationskurs, mit teils untergriffigen Wortmeldungen in Richtung Schmuckenschlagers. Der Nationalratsabgeordnete war jedoch stets darauf bedacht, die teils aufgeheizte Stimmung zu beruhigen und mit sachlichen Argumenten die Fragen zu beantworten.

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