Sprengstoff-Fund: 200 Florianis entgingen Katastrophe. Knapp 100 Meter neben Fundort wütete im vergangenen Jahr ein Großbrand. Übergreifen der Flammen hätte laut Landespolizei zu Katastrophe geführt.

Von Markus Glück. Erstellt am 28. Januar 2021 (14:26)

Der Fund von 25 Kilogramm Sprengstoff bei einem 70-jährigen Pensionisten hätte laut NÖN-Information dramatische Folgen für dutzende Mitglieder der Feuerwehren im Bezirk Melk haben können. Nur knapp 100 Meter neben dem Fundort, einem Nebengebäude, wütete im vergangenen Jahr ein Großbrand. Mehr als 200 Feuerwehr-Kameraden aus dem Bezirk Melk konnten damals ein Übergreifen auf das Nebengebäude verhindern. Was die Einsatzkräfte damals nicht wussten: In diesem Gebäude befand sich hochexplosiver Sprengstoff. Bei einem Übergreifen der Flammen auf das Nebengebäude wäre es zu einer fatalen Katastrophe für die Einsatzkräfte gekommen. Die NÖN-Information bestätigt auf Anfrage auch LPD-Sprecher Johann Baumschlager: "Es stimmt, es hätte eine Katastrophe gegeben. Der Sprengstoff war sehr gefährlich".

Kurz nach dem Brand langte bei der Polizei dann der Hinweis auf die rund 25 Kilogramm Sprengstoff samt fünf Kilo Gelatine Donarit, 114 elektrische Momentzünder, 58 Sprengkapseln, 320 Meter Zündschnur sowie eine Zündmaschine ein. "Wir haben daraufhin das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung informiert. Eine Hausdurchsuchung war die Folge", betont Baumschlager. Als Folge wurde gegen den 70-Jährigen eine Anzeige wegen Gemeingefährdung erhoben.