Neues Wohnprojekt im Süden der Stadt Melk. “Waldviertel Wohnen“ errichtet „in der Trieben“ Wohnbau. Grünen:Kritik an fehlendem Raumkonzept.

Von Markus Glück. Erstellt am 23. Oktober 2019 (12:38)
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NÖN

Der Bauboom in der Bezirkshauptstadt hält weiter an. Bis 2028 entstehen rund 460 Wohneinheiten. Zwar ist das größte Projekt ab 2020 beim ehemaligen Seminar mit 20 Reihenhäusern und 96 Wohnungen geplant, rege Bautätigkeit wird in den nächsten Jahren aber auch im Bereich Südspange und Postbreite herrschen.

Neben den Baurechtsgründen von Stift Melk und Stadtgemeinde gegenüber dem neuen Kasernenareal der Melker Pioniere, ist wie bereits berichtet, auch ein neues Betriebsgebiet zwischen Feuerwehrhaus und dem neuen Kasernenareal entlang der Südspange geplant.

Jetzt kommt im Süden der Stadt ein neues Projekt hinzu. Die Wohnungsgenossenschaft „Waldviertel Wohnen“ (WAV) plant zwischen Avaweg und der Bahntrasse der Westbahn die Errichtung von rund 20 Wohnungen und, in weiterer Folge, auch den Bau von Reihenhäusern. Laut Verena Erhart von der Marketing-Abteilung der WAV ist ein frühester Baubeginn für Sommer 2020 geplant.

Grüne fordern Masterplan

Bis dahin muss die Stadtgemeinde das Gebiet noch in Bauland widmen, sowie ein Planungs- und Auswahlverfahren gemäß NÖ Wohnbauförderung starten. Auch die Ausschreibung für das Projekt steht noch an. Bereits im Vorfeld erhielt die WAV die Auflage, ein Rückhaltebecken zu errichten. „Mit all diesen Aufgaben werden wir uns in den nächsten Monaten beschäftigen“, betont Erhart.

Der Gemeinderat stimmte in seiner vergangenen Sitzung den Bebauungsplan sowie der Umwidmung zu. Nicht mit Kritik sparten dabei die Grünen. „Es braucht einen Masterplan für die Bebauung südlich der Westbahntrasse“, betont Grünen-Parteichefin Bettina Schneck.

Grünen-Gemeinderätin Bettina Schneck fordert ein Gesamtkonzept.
Gleiß

Die Grünen verweisen darauf, dass vor Jahren bereits der damalige Grünen-Stadtrat Walter Schneck auf ein Raumplanungskonzept sowie eine europaweite Ausschreibung für die Projekte hingewiesen hat. „Ich werde nicht müde, darauf hinzuweisen. Ich habe nichts gegen Wohnbau, ich warne aber vor einem Fleckerlteppich im Süden der Stadt“, meint Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer. Schneck warnt auch vor einem unkontrollierten Wachstum der Stadt: „Es braucht ein Gesamtkonzept. Und, wir brauchen auch einen Kindergarten und eine größere Schule.“