Stift Melk: Musik aus 50 Metern Höhe. Nach elf Wochen öffnet das beliebte Ausflugsziel mit einem einzigartigen Kuppelkonzert am Freitag wieder seine Pforten. Melker Stadtkapelle musiziert aus 50 Metern Höhe.

Von Markus Glück. Erstellt am 28. Mai 2020 (08:02)
Kobler-Pimiskern/Stift Melk

1960 wurde mit der Barockausstellung der Grundstein für die touristische Öffnung von Stift Melk für Touristen gelegt. 380.000 Besucher konnten damals gezählt werden. In den letzten Jahren ist die Zahl der Besucher auf jährlich 550.000 angestiegen. Bis zur Corona-Pandemie war das barocke Welterbe täglich – ohne Schließtag - für Besucher aus aller Welt zur Besichtigung geöffnet.
Am Freitag erfolgt die Wiedereröffnung für Besucher.

Die Wiederöffnung wurde schrittweise geplant, da viele Bereiche (Stiftsgymnasium, Gottesdienste, touristischer Betrieb) miteinander abgestimmt werden mussten. "Wir sind sehr glücklich, nach der erfolgreichen Eröffnung des Stiftsparks am 15. Mai endlich wieder Besucher auch in den Räumlichkeiten des Stiftes begrüßen zu dürfen", sieht auch Pater Martin Rotheneder, Leiter der Bereiche Kultur und Tourismus, erfreut der Wiederöffnung entgegen.  

Für Freitag haben sich die Stiftsverantwortlichen und die Stadtkapelle Melk etwas Besonderes überlegt. Ein Ensemble der Stadtkapelle Melk plant um 13.30 Uhr ein Kuppelkonzert aus luftiger Höhe. 

Noch nie hatte ein Musikensemble so ein spektakuläres Konzertpodium in 50 Meter Höhe auf der Kuppel der Stiftskirche -hoffentlich passt auch das Wetter.
"Wir spielen von der Kuppel der Stiftskirche und wollen so den Melkern und den Menschen aus aller Welt - nach zwei Monaten Corona-Pause - musikalisch die Botschaft verkünden, dass das Stift Melk wieder seine Pforten zur Besichtigung öffnen durfte", erzählt Walter Reidinger von der Stadtkapelle Melk.  

 Abt Georg Wilfinger und Pater Martin Rotheneder freuen sich sehr über diese extravagante Konzertidee, die der Baudirektor des Stiftes, Gottfried Fuchs eingefädelt hat.
"Nach dem wochenlangen Lockdown, sollen die schwungvollen Töne aus luftiger Höhe zur Öffnung des Stiftes Melk hinausgetragen werden und allen Mut für den Neustart und die Zukunft machen", meint Pater Martin Rotheneder.