76-Jähriger verschwand bei Suche nach Pilzen im Wald. Dementer Schwammerlsucher (76) verschwand im Wald bei Pöggstall. Rund 60 Florianis machten sich auf, ihn zu finden.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 06. August 2019 (04:37)
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Symbolbild

Es hätte ein entspannter Tag im Schatten der Wälder bei Bruck am Ostrong (Pöggstall) sein sollen. Doch die Schwammerlsuche geriet im Laufe des Tages schnell in den Hintergrund. Denn die vierköpfige Gruppe dezimierte sich prompt auf drei Personen – und anstelle von Pilzen suchte die Truppe aus Langenrohr (Bezirk Tulln) den 76-jährigen Freund des Schwiegervaters im Wald.

Aber von vorne: Gegen Mittag meldete eine 53-Jährige bei der Polizeiinspektion Pöggstall, dass ein Bekannter abgängig sei. Gemeinsam mit ihrem Gatten, dem Schwiegervater und besagten Freund, hatte sie sich auf ins Waldviertel gemacht, um Pilze zu sammeln. Dafür teilte sich die Gruppe auf: Der 76-Jährige marschierte alleine los. Als er nicht wie vereinbart eine Stunde später wieder beim Auto war, hielten die Tullner Schwammerlsucher die Augen nach ihrem Freund offen. Doch auch nach zwei Stunden war keine Spur von ihm zu sehen.

Polizei forderte für Suche Verstärkung an

Da griff die 53-Jährige zum Hörer und meldete das Verschwinden des Bekannten der Polizei. Sie gab auch an, dass der Abgängige an leichter Demenz leide. Nachdem auch die Suche der Exekutivbeamten erfolglos blieb, schalteten diese Verstärkung ein.

Per Autostopp, Zug und Taxi nach Hause

Gegen 19 Uhr versammelten sich schließlich rund 60 Florianis aus den Wehren Neukirchen, Münichreith, Obererla, Maria Taferl, Nussendorf und Fritzelsdorf sowie 35 Mitglieder verschiedener Rettungshundevereine zur Besprechung im Feuerwehrhaus Neunkirchen – als plötzlich das Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung war die Ehegattin des Vermissten. Er sei, wenn auch leicht verwirrt, aber wohlauf, gerade nach Hause gekommen. Per Autostopp, Zug und Taxi gelangte der 76-Jährige zurück nach Langenrohr.