Bahnprojekte: Endlich näher am Ziel?. Waldviertel-Bahnen werden gefördert: Lichtblick für Donauuferbahn.

Von Christina Brandstetter. Erstellt am 09. Januar 2021 (04:48)
Das Aus der Waldviertel-Autobahn als Lichtblick für die Revitalisierung der Donauuferbahn? Die NÖN fragte bei Christa Kranzl, Sprecherin der Initiative „Donauuferbahn jetzt“ nach, welche Chancen sie in der angekündigten Offensive für den öffentlichen Verkehr sieht.
Schweiger

Kurz vor dem Jahreswechsel stand es fest. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bundesministerin für Mobilität Leonore Gewessler (Grüne) verkündeten die Pläne für die infrastrukturelle Zukunft des Waldviertels. Ein zentraler Punkt ist das Aus der Waldviertel-Autobahn. Stattdessen wird in den Bahnausbau investiert.

Gesamt 850 Millionen Euro sieht man für neue Bahnprojekte vor. So werden beispielsweise die Verbindungen in den Westen Wiens verstärkt. Trotzdem fließt Geld ebenso in die Straßen Niederösterreichs. Eine Achse, die gefördert wird, ist die B36 zwischen Waidhofen/Thaya, Zwettel und Pöggstall. Die Vorhaben des Landes und des Bundes würden eindeutige Klimaziele verfolgen, ist sich der Verkehrsclub Österreich sicher. Dass die Bahnverbindungen im Waldviertel ausgebaut werden, könnte in ferner Zukunft auch für die stillgelegte Donauuferbahn eine Rolle spielen.

Für die Revitalisierung der Trasse kämpft die Initiative „Donauuferbahn jetzt“ schon seit der Demontage der Gleise. Über die Infrastrukturpläne freut sich also auch Christa Kranzl, Sprecherin der Donauuferbahn-Initiative. „Ich finde es toll, auf den Bahnverkehr zu setzen. Dort ist das Geld gut angelegt. Aber dass die Donauuferbahn wieder aktiviert wird, das glaube ich erst dann, wenn der erste Zug fährt“, erklärt Kranzl. Die Initiative sei weiterhin in Gesprächen mit der Politik.