Bezirks-Duo für die Nationalratswahl. Georg Strasser führt VP-Liste an. Dahinter ist Leibenerin Andrea Blauensteiner.

Von Christian Eplinger und Markus Glück. Erstellt am 27. Juni 2019 (04:46)
ÖVP, Glück
Georg Strasser ist Spitzenkandidat im Wahlkreis 3c. Die Leibnerin Andrea Blauensteiner ist auf dem zweiten VP-Listenplatz.

Am Sonntagabend erstellte die ÖVP endgültig die Wahlkreisliste Mostviertel 3c für die Nationalratswahlen. Spitzenkandidat ist Bauernbund-Präsident und Nationalratsabgeordneter Georg Strasser aus Nöchling. Anders als bei der Nationalratswahl 2017 wird es diesmal keinen Vorzugsstimmenwahlkampf geben. „Es wird ein Kanzlerwahlkampf. Wer Kurz haben will, muss ihn auch wählen. Es ist alles auf Sebastian zugeschnitten“, erklärt Strasser. Der langjährige Abgeordnete will im Mostviertel besonders drei Themen im Wahlkampf thematisieren: die Problematik mit den Landärzten, den Breitbandausbau aber auch die gemeinsame Agrarpolitik zwischen Österreich und der Europäischen Union.

Obwohl die Wahl Strassers klar ausfiel, folgte danach dennoch ein Kuriosum. Eigentlich sollte Strasser gemeinsam mit dem Amstettner Abgeordneten Andreas Hanger die Liste anführen, auf Platz drei wäre die Spitzenkandidatin aus dem Scheibbser Bezirk, Katrin Teufel, gefolgt. Aber das von der Bundespartei angeordnete Reißverschlusssystem machte diesen Plänen in Verbindung mit dem Verzicht auf ein Vorzugsstimmenwahlmodell einen Strich durch die Rechnung. Denn Teufel wäre damit auf den zweiten Listenplatz vorgerutscht.

Die Folge: Katrin Teufel ist erst auf dem vierten Listenplatz gereiht. Den zweiten Listenplatz zwischen Strasser und Hanger nimmt dafür die Melker VP-Bezirksgeschäftsführerin Andrea Blauen- steiner aus Leiben ein. Sie hat aber gleich angekündigt, auf ihr Mandat, im Falle von nur zwei Mandaten im Wahlkreis, zu verzichten. Blauensteiner, die neben ihrer Tätigkeit bereits auch politische Erfahrung im Gemeinderat von Krummnußbaum gesammelt hat, betont: „Mein wichtigstes Ziel ist, dass Strasser und Hanger unseren Wahlkreis auch in Zukunft vertreten. Ich werde das Mandat nur annehmen, wenn wir erneut ein drittes Mandat erreichen.“

Ein drittes Mandat schaffte der Wahlkreis zuletzt 2002. Nicht mehr kandidieren wird Alois Rosenberger, Direktor des „Francisco Josephinum“. Er war 2017 überraschend zu seinem Nationalratsabgeordneten-Mandat gekommen.