Der Biber hat jetzt Hochsaison. Die großen Nager rüsten sich jetzt für den Winter. Der Biberpopulation steht man in Gemeinden unterschiedlich gegenüber.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 26. November 2019 (05:00)
Entlang der Donaulände in Marbach gibt es Biberspuren zu sehen.
privat, www.shutterstock.com /Wildlife World

Ein angebissener Baum, rundherum Drahtgitter – bei so einem Anblick ist klar: Der Biber ist nicht weit. „Da die Tiere im Herbst ihre Nahrung auf Rinde umstellen und Vorräte für den Winter anlegen, kommt es jetzt zu verstärktem Verbiss“, berichtet Andreas Herkel von der viadonau-Zentrale, die sich entlang der Donau um das Bibermanagement kümmert.

Im Bereich des Marbacher Hafens sind die Spuren der großen Nager momentan zu sehen. Für Marbachs SP-Bürgermeister Anton Gruber sind die angeknabberten, geschützten Bäume ein gutes Zeichen: „Das zeugt von Biodiversität!“

Kritischer sieht das sein Amtskollege aus Klein-Pöchlarn, Johannes Weiß. Immer wieder kommt es vor, dass der Biber im geschützten Auwald auf Futtersuche geht. „Biodiversität schön und gut, aber man muss sich schon fragen, ob der Auwald oder der Biber schützenswerter ist“, stellt er zur Diskussion. Im Frühjahr 2018 mussten angefressene Bäume aus dem Wald entfernt werden. „Momentan hält es sich in Grenzen. Solange es so bleibt, gibt es kein Problem. Wenn es schlimmer wird, besteht für mich aber auf alle Fälle Handlungsbedarf.“

Ist bereits Gefahr im Verzug, werden Bäume mit Biberverbiss gefällt. Wo es möglich ist, wird das Schnittgut vor Ort belassen. So bleiben dem Biber Baumaterial und Nahrung erhalten“ erläutert Herkel von der viadonau.

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