Unterwegs im Christbaum-Taxi. Jährlich sammeln Naturfreunde ausrangierte Bäume. Die NÖN begleitete sie bei ihrer Rundfahrt durch Persenbeug-Gottsdorf.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 15. Januar 2020 (03:45)
In Persenbeug-Gottsdorf kümmern sich die Naturfreunde um die Christbaumentsorgung.
privat

Zu Weihnachten noch im Wohnzimmer geschmückt und beleuchtet, ein paar Wochen später ausrangiert: Am vergangenen Samstag lag vor so gut wie jeder Haustür in Persenbeug-Gottsdorf ein Christbaum. Innerhalb der Gemeinde ein bekanntes Bild um diese Jahreszeit: Die Mitglieder der örtlichen Naturfreunde stellen sich in den Dienst der Bevölkerung und kümmern sich um die Christbaumentsorgung.

„Wir machen das jetzt schon seit gefühlt 15 Jahren“, erzählt Gerhard Holzer, Naturfreunde-Vorsitzender. Gegen 8 Uhr startet eine Gruppe von vier bis fünf Leuten den Motor des roten Traktors samt Anhänger – die Tour des Christbaum-Taxis kann beginnen.

In Leiben packte dieses Jahr die örtliche ÖVP zu.
ÖVP

Das Wetter meinte es dieses Jahr gut mit ihnen: „Es war trocken und verhältnismäßig warm. Da geht was weiter!“ Insgesamt zehnmal wurde der Anhänger voll. Holzer schätzt die diesjährige Ausbeute auf zwischen 300 und 400 Christbäume. „Wir bringen die Bäume zu einem Bauern in Hagsdorf, wo sie zu Hackschnitzel wiederverarbeitet werden“, berichtet der Naturfreunde-Vorsitzende.

Bei den Rundfahrten kommt es auch immer wieder zu lustigen Zwischenfällen. „Es ist schon öfter passiert, dass jemand vergessen hat, den Christbaum rauszustellen. Uns sind schon ein paar Mal Leute mit kleineren Bäumen auf dem Arm nachgelaufen“, schmunzelt Holzer.

In Leiben übernahm die Christbaumentsorgung dieses Jahr die VP-Ortsgruppe. Die Bäume wurden gesammelt und anschließend ökologisch verwertet. Da es immer wieder vorkommt, dass Christbäume im Ganzen in der Biotonne landen, erinnert der Gemeindeverband für Umweltschutz (GVU) an die richtige Vorgangsweise: „Die schnellste Möglichkeit, den Baum wieder loszuwerden, ist es, ihn zu zerteilen und erst dann in die Biotonne zu werfen. Der Stamm kann zur Tonne dazu gestellt werden.“ Die Abgabe bei den Altstoffsammelzentren ist ebenso möglich.