Dollfuß-Museum: „Es braucht saubere und richtige Darstellung“

Das Dollfuß-Museum wird adaptiert. „Es braucht eine saubere und richtige Darstellung“, sagt Alexander Hauer.

Erstellt am 07. Dezember 2021 | 10:38
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Immer Ärger mit Dollfuß: NÖN-Leser wissen seit Jahren um die fehlende kritische Auseinandersetzung mit Engelbert Dollfuß in dem ihm gewidmeten Museum in seinem Geburtshaus in Texingtal. Dollfuß: Jener Kurzzeit-Kanzler (1932 bis 1934), der selbst von Nazis ermordet wurde – und dessen Antwort auf den Nationalsozialismus der Austrofaschismus und ein autoritärer Ständestaat war. Mit der Angelobung Gerhard Karners zum Innenminister wird das umstrittene Museum österreichweit zum Diskussionsthema – und zum Kritikpunkt an Karners Person. Am Montag – kurz nach Karners Angelobung – wurde publik, dass das Museum im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Gemeinde „zeitgemäß kontextualisiert“ wird. Und zwar in Kooperation mit dem Zeithistorischen Zentrum Melk – Verein „Merkwürdig“.

„Wir haben schon mehrmals über eine Aufarbeitung gesprochen, zuletzt bei der Gedenkfeier im Mai“, betont Obmann Alexander Hauer. Dass das Thema nun in der Öffentlichkeit angelangt ist, sehe er als „Chance“: „Es braucht eine saubere und richtige Darstellung. Das Zeithistorische Zentrum Melk steht für seriöse Aufarbeitung, ohne grundlose Anschuldigungen.“ Der Prozess werde „selbstverständlich“ transparent und mit Experten durchgeführt. Dass man diesen nur nach der Kritik in die Wege leitete, verneint Hauer: „Es ist schon länger Thema – und Gerhard Karner ein Anliegen.“