Emmersdorferin Brunner: Von wegen sture Esel!. Mit ihren acht Eseln betreibt Anita Brunner das Wachauer Eselabenteuer in Pömling. Mit ihrem außergewöhnlichen Programm will Anita das Image vom Esel verbessern.

Von Lea Babinger. Erstellt am 06. August 2021 (05:05)
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Bei Anita Brunners Wachauer Eselabenteuer gibt‘s viel zu erleben. Im Fokus dabei stehen – wie sollte es anders sein? – ihre acht Esel.
privat

Anita Brunners Kindheitstraum war es schon immer, einen Esel zu haben. „Als erwachsenes Kind habe ich mir den Traum erfüllt und mir meinen ersten Esel gekauft“, lacht sie. Brunner beschäftigte sich schon immer viel mit ihren Tieren – hat sie ausgebildet oder ihnen Tricks beigebracht. „Im Laufe der Zeit hat sich alles so entwickelt“, meint sie.

In erster Linie führt sie ihren Betrieb – das Wachauer Eselabenteuer in Pömling (Emmersdorf) – alleine. „Mein Lebensgefährte hilft mir jedoch auch, generell kann ich immer auf die Hilfe meiner Familie zählen – ganz alleine würde man das nicht schaffen“, schmunzelt Brunner.

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Bei Anita Brunners Wachauer Eselabenteuer gibt‘s viel zu erleben. Im Fokus dabei stehen – wie sollte es anders sein? – ihre acht Esel.
privat

Zum ausgefallenen Programm des Eselabenteuers zählt auch der Eselführerschein. Er ist wie eine Führerscheinprüfung aufgebaut: Man startet mit einem – lustig – aufgebauten Theorieteil, gefolgt von einer Praxisprüfung mit Hochsprung, Weitsprung, Slalom und mit verschiedenen Hindernissen, welche man mit dem Esel bewältigen muss. Erreicht man eine gewisse Punktezahl, hat man den Eselführerschein in der Tasche. „Natürlich gehört eine Gaudi dazu, doch nicht zur Last des Tieres – das ist mir ganz wichtig“, betont Brunner. Geboten werden auch noch Eselwanderungen, Eselshows oder Kutschenfahrten.

„Wir haben auch eine Eselolympiade, wo jeder Esel im Einsatz ist und in verschiedenen Bewerben eingesetzt wird, wie etwa Fußball spielen oder Walzer, Tango oder Sirtaki tanzen“, erzählt sie. Wie derzeit in Tokio wird mit Feuer eingelaufen.

Nach Covid-Flaute stehen jetzt Events an

Die Esel in Pömling sind es gewohnt, dass fremde Menschen da sind – das sehen sie, wie Brunner betont, sogar positiv. „Den Eseln geht es wirklich gut, sie können sich jederzeit in den Stall zurückziehen, dort können auch keine Menschen hinein. Bei uns ist alles eselgerecht.“

Nach der – Corona-bedingt – schwierigen Zeit erwarten die Besucher des Eselabenteuers wieder Veranstaltungen. Eine Eselwanderung mit Jodelkurs steht für Sonntag, 15. August, an. „Das hatten wir bis jetzt noch nie und wird sicher witzig“, sagt Brunner. Die Anmeldung erfolgt über ihre Webseite http://www.eselabenteuer.com. Für den April 2022 ist die Eröffnung des neuen Eselstalls geplant.