2020 nur 93.005 Stiftsbesucher in Melk. Besucherzahlen im Benediktinerstift Melk sanken von mehr als 550.000 um mehr als 80 Prozent. Massiver Einbruch auch durch fehlende Donaukreuzfahrtschiffe.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:03)
Das Stift Melk
Kobler

Auf ein touristisch hartes Jahr 2020 blicken die Tourismusverantwortlichen im Stift Melk zurück. Anstelle von normalerweise mehr als 550.000 Touristen passierten im vergangenen Corona-Jahr nur exakt 93.005 Besucher die Drehkreuze des weltberühmten Aushängeschildes der Wachau.

„Die neuerlichen Prognosen der Virusmutationen bringen uns den nächsten Dämpfer.“ Pater Ludwig Wenzl

Die touristische Stimmungslage ist aber auch für 2021 nicht gerade optimistisch. „Die neuerlichen Prognosen der Virusmutationen bringen uns den nächsten Dämpfer. Trotz staatlicher Hilfen nimmt die Tourismusbranche schwere Verluste hin“, erklärt der Tourismusverantwortliche des Stiftes Melk, Pater Ludwig Wenzl.

Die Frage, wann der Tourismus im Stift wieder volle Fahrt aufnehmen wird, gleicht für Pater Ludwig dem Blick in eine Glaskugel. Er hofft allerdings, dass zu Ostern zumindest der Inlands- und Ausflugstourismus wieder aufleben wird. „Als Top-Ausflugsziel erweitern und überarbeiten wir laufend unser Angebot und investieren in die touristische Infrastruktur“, betont Brigitte Kobler-Pimiskern vom Stifts-Marketing.

Größter Besuchergarant sind allerdings die Gäste der Donaukreuzfahrtschiffe. Wann diese wieder in gewohnter Zahl die Donau entlang reisen, ist derzeit aber ungewiss. „Wir gehen derzeit davon aus, dass in den Sommermonaten der Großteil des internationalen Tourismus ausbleiben wird. Vielleicht gibt es vereinzelt Schiffe, der Großteil wird aber aus dem deutschsprachigen Sprachraum sein“, glaubt Pater Ludwig.

Indes will man im Stift Melk die Zeit nutzen, das touristische Angebot zu erweitern. So sind Spezial- und Familienführungen ebenso geplant wie eine Weiterentwicklung des Angebots für Schulklassen. Nach der Wiedereröffnung Anfang Februar weitet man jetzt auch die Öffnungszeiten am Wochenende aus.

Spätestens im Frühjahr soll auch das neue Ticketingsystem am großen Stiftsparkplatz in Betrieb gehen. Die Einführung ist notwendig, da der Parkplatz immer als Ausweichstrecke für Innenstadtbesucher und Langzeitparker verwendet wurde.