Rinder trampelten Landwirt zu Tode. Nachbarn fanden Leichnam eines 73-jährigen Landwirts in seinem Stall in Parming.

Von Franz Gleiß. Erstellt am 16. September 2014 (01:03)
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Eine Tragödie entdeckten mehrere Landwirte am Sonntagvormittag auf einem Bergbauernhof in Parming bei Yspertal. Ein Nachbar hatte zuvor zwei freilaufende Rinder am Hof seines Nachbarn Karl Großsteiner bemerkt. Den 73-jährigen Landwirt wollte er darüber informieren – er erreichte ihn jedoch nicht am Telefon.

Also rief er einige Nachbarn zusammen. Gemeinsam fingen sie die beiden Tiere ein und banden sie wieder im Stall an der Aufstallung an.

Schwere Verletzungen am Kopf

Erst hier bemerkten sie in einer dunklen Ecke des Stalles eine leblose Person im Mistgang. Der Körper war zum Teil mit Mist bedeckt. Die Nachbarn brachten den leblosen Körper in den Hof des Anwesens. Dort erkannten sie erst ihren Nachbarn Karl Großsteiner und dessen schwere Verletzungen. Sein Körper war übersät von den Fußspuren der Rinder. Sein Kopf war schwerst verletzt.

Der Tod war laut Gemeindearzt bereits am Vortag gegen Mittag eingetreten. Zu diesem Zeitpunkt dürfte Karl Großsteiner versucht haben, den Stier und die Kuh alleine einzufangen. Die Nachricht vom tragischen Tod des alleinstehenden Landwirts schockierte die ganze Gemeinde. „Karl Großsteiner war ein einfacher und anständiger Mensch. Er hat seit dem Tod seiner Eltern die kleine Landwirtschaft alleine bewirtschaftet“, sagt Bürgermeister Karl Moser.

Um die neun Kühe, drei Stiere und zwei Jungrinder kümmerten sich bis Montag die Nachbarn. Dann wurden sie von einem Tierhändler abtransportiert.

Bäuerin seit Wochen auf Intensivstation

Noch immer auf der Intensivstation im Krankenhaus Amstetten liegt eine 64-jährige Bäuerin aus St. Oswald. Sie wurde am 3. August von einer Kuh beim Eintreiben in den Melkstand gegen die Aufstallung gedrückt. Die Frau erlitt bei der Attacke schwerste innere Verletzungen.