Das plant die neue Bürgermeisterin für Ybbs. Mit Kleinigkeiten will Neo-Stadtchef Ulrike Schachner (SPÖ) das Wohlbefinden steigern. Größte Baustelle: Stadthalle.

Von Markus Glück. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:53)
Die Stadthalle ist derzeit die größte Baustelle für Neo-Stadtchefin Ulrike Schachner.
Brandstetter, SPÖ

Vergangene Woche wurde Ulrike Schachner (SPÖ) zur ersten Bürgermeisterin der Stadtgemeinde Ybbs gewählt.

SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Schachner will Akzente setzen.
Glück, Jäger, SPÖ

Neben einem neuen Miteinander und einem sprichwörtlichen Sesselrücken im Rathaus (siehe Artikel ganz unten) präsentiert Schachner auch ihre Agenda für die nächsten Monate.

Finanzen: An oberster Stelle steht dabei eine transparente Finanzgebarung der Stadt. Mit der ÖVP gab es laut Schachner bereits einen Termin, wo man sich die Finanzsituation der Stadt angesehen hat. Ziel ist, kommende Woche endlich ein Budget für die Stadtgemeinde zu erstellen. Das Erste wurde im Dezember von der Opposition abgelehnt, seither besteht ein Notbudget für die Stadtgemeinde. „Es geht um Lösungsmöglichkeiten und die Konsolidierung des Haushaltes. Alle Parteien haben im Vorfeld die Möglichkeit, Fragen zu stellen“, meint Schachner.

Lebensqualität: Mit kleinen Veränderungen will Schachner die Lebensqualität der Ybbser steigern. „Es gab immer schon Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Jetzt ist es an der Zeit, diese zu ändern“, betont Schachner, die etwa im Bereich der Donaulände größere Mistkübel installieren möchte. Auch der Grünstreifen im Bereich des Ybbserls soll nach den „Natur im Garten“-Kriterien neu gestaltet werden. Ein Dorn im Auge ist Schachner auch der Kinderspielplatz bei der Donaulände – dieser soll modernisiert werden.

Der Spielplatz entlang der Donaulände soll modernisiert und kindgerechter gestaltet werden.
Brandstetter, SPÖ

Bürgerbeteiligung : Mehr Mitsprache durch die Bürger, lautet Schachners neues Credo: „Es gibt sicherlich Dinge, die wir als Gemeinde nicht wissen, aber die Menschen stören. Vieles kann für wenig Geld verbessert werden.“ Dazu nennt Schachner gleich ein Beispiel: So störten eine alte Dame die Schlaglöcher beim Raiffeisenweg, der Bauhof führte die Verbesserungen rasch durch, der Weg ist nun frei von Schlaglöchern.

Bildung: Das Schulzentrum Ybbs ist seit Monaten Zankapfel innerhalb der Stadtpolitik. Alt-Stadtchef Alois Schroll betonte stets, dass die Finanzierung gesichert sein muss, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Schachner will in Kürze einen Architektenwettbewerb starten. „Es geht darum, was wir umsetzen können. Die Ideen der TU Bozen sind teilweise schwer umzusetzen“, spricht Schachner den bisherigen Ideenfindungsprozess von TU-Studenten an. Wichtig ist Schachner, die Umsetzung gemeinsam mit der Schule zu machen. Der Architektenwettbewerb für die Schule war bereits im vergangenen Budget vorgesehen.

Stadthalle: Die Stadthalle ist derzeit die größte Baustelle für die Neo-Bürgermeisterin. Offiziell liegen die Kosten bei 8,8 Millionen Euro, die ÖVP spricht aber von einer deutlichen Kostenüberschreitung. Schachner will dem Gemeinderat den derzeitigen Stand kommende Woche präsentieren, bereits diese Woche findet eine neuerliche Baubeiratssitzung statt. Noch immer nicht unterschrieben ist der Pachtvertrag mit Stadthallen-Gastronomin Hannah Neunteufel. Laut NÖN-Informationen wurden bereits mehrere Vertragsentwürfe ausgetauscht, gepasst hat bisher noch keiner.