Mehr Raum für Radfahrer in Melk

Erstellt am 17. August 2022 | 04:17
Lesezeit: 3 Min
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Ungewöhnliches Setting: Die Radlobby rund um Sprecher Christian Höller und Wolfgang Wahringer bat NÖN-Redaktionsleiter Markus Glück zu einem Pressegespräch am Melker Sparkassen-Parkplatz.
Foto: Radlobby
Radlobby will öffentliche Räume besser für Fußgänger und Radfahrer nutzen.
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Zu einem Pressegespräch der anderen Art lud die Melker Radlobby die NÖN auf den Sparkassen-Parkplatz in die Abbé Stadler-Gasse. Um eine bessere Nutzung des öffentlichen Raums zu zeigen, baute die Radlobby kurzerhand auf zwei Parkplätzen Tische und Stühle sowie Liegestühle auf. „Uns ist wichtig zu zeigen, wie man den öffentlichen Raum besser nutzen könnte. Natürlich haben wir aber zwei Parktickets für die Flächen gelöst“, schmunzelt Radlobby-Sprecher Christian Höller.

Höller und seine Weggefährten waren damit jedoch auch mitten im Thema. „Es geht um die ,Platz-fair-Teilung‘. Wir verparken unsere Lebensqualität“, erklärt Radlobby-Mitglied Wolfgang Wahringer. Die Radlobby verweist darauf, dass aktuell viele Parkplätze in der Stadt leerstehen und es dafür eine neue Verteilung braucht. Als Beispiel nennt Höller den Sparkassen-Parkplatz. Dieser sei großteils lediglich zu einem Drittel gefüllt − und dann gerade im Sommer meist nur auf den Parkflächen direkt unter den Bäumen. „Man muss auch den Mut haben, etwas zu gestalten. Wichtig ist, den Bedarf im Vorfeld zu haben. Die Bevölkerung wünscht sich mehr Grünflächen“, meint Höller.

Generell will die Radlobby aber nicht als Nörglerin dastehen, sondern „mehr loben“. So ist mit einem Austausch zwischen Verkehrsausschuss und Radlobby zumindest ein erster Anfang gemacht. „Wir würden uns hier aber regelmäßige Treffen wünschen“, sagt Höller. Etwa auch, um Kleinigkeiten direkt ansprechen zu können. Als Beispiel nennt Wahringer die aktuellen Fahrradständer beim Wachaubad. Diese seien „Felgenkiller“ und für die aktuellen E-Bikes und breite Räder absolut nicht geeignet. Lobend werden aber die Kooperationen, wie etwa aktuell beim Radl-WaldPass, genannt. „Dass der Bürgermeister öfter am Fahrrad zu sehen ist, ist wichtig. Er hat eine Vorbildwirkung“, meint Höller.

Angesprochen auf den Sparkassen-Parkplatz verweist ÖVP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann auf das bereits in Planung befindliche Projekt „Boulevard“, wo sich diese Vorschläge der Radlobby mit den Ideen der Stadtgemeinde vollinhaltlich decken. „Diese Vorschläge wurden ebenso in mehreren Workshops durch viele Melkerinnen und Melker bereits in der Vergangenheit erarbeitet“, betont Kaufmann.

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