Anrainer-Sorge um neuen Funkmasten. Durch Erneuerung bestehender Anlage fürchten Anrainer erhöhte Strahlenbelastung. T-Mobile versucht zu beruhigen.

Von Markus Glück. Erstellt am 06. Februar 2018 (05:00)
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Aufregung um die Erneuerung eines Handymastens: Aufgrund der gestiegenen Kundennachfrage von Sprach- und Datendiensten wird aktuell die Technik der Mobilfunkanlage von T-Mobile beim LKH Melk auf den neuesten Stand ausgebaut. „Mit dem teilweisen Austausch der Systemtechnik wird gewährleistet, dass Kunden weiterhin die von ihnen verwendeten Mobilfunktdienste verwenden können“, so T-Mobile Pressesprecherin Barbara Holzbauer.

Nicht zur Freude einiger Anwohner rund um das Klinikum. In einem Schreiben an die Stadtgemeinde und das Klinikum erhebt der ehemalige FP-Gemeinderat und Krankenhaus-Direktor Franz Ofner Einwände gegen das Bauvorhaben von T-Mobile. „Uns geht es dabei nicht nur um bautechnische Maßnahmen, sondern vor allem um die Erneuerung der Systemtechnik-Einheiten, der Montage zusätzlicher Panelantennen sowie die Anbringung von zusätzlichen Funk-Technikelementen“, hat Ofner auch weitere Anrainer auf seiner Seite.

Kritik an fehlendem Immisionsgutachten

Ofner fürchtet, dass durch die Leistungserhöhung der Funkanlage die Strahlenbelastung für die Nachbarschaft erhebliche Nachteile für Gesundheit und Wohlbefinden bringen. Kritik gibt es auch daran, dass nach wie vor ein Immissionsgutachten über die zu erwartende Strahlenbelastung fehlt. Daneben fordern weitere Anrainer eine Information an die Bevölkerung bei einer Bürgerinformationsveranstaltung.

Indes versucht Holzbauer zu beruhigen: „Die Umrüstung findet nach detaillierten und standardisierten Vorgaben statt, die auch den gesundheitlichen Aspekt beleuchten.“ Holzbauer erinnert auch daran, dass bei Umrüstungen wie auch Neuausrüstungen, die von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschriebenen Grenzwerte „nicht nur eingehalten, sondern sogar weiter unterschritten“ werden.

Für Detailinformationen steht den Anrainern zudem ein T-Mobile Spezialist zur Verfügung. Der kaufmännische Direktor des Krankenhauses, Peter Hruschka, bestätigt gegenüber der NÖN zudem, dass T-Mobile ein Immisionsgutachten übermitteln wird.