Eurospar-Neubau in Mank: Das ist bisher geplant

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:16
Lesezeit: 4 Min
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Auf ihrer Homepage vergleichen die Manker Grünen den geplanten Eurospar mit dem in Ober-Grafendorf.
Foto: SPAR/Johannes Brunnbauer
Großprojekt im Gespräch, aber noch nicht fix: Das ist bisher geplant.
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2025 soll ein neuer Eurospar in der Bahnhofstraße in Mank eröffnen – so lautet zumindest der Vorschlag seitens der Firma Spar. Aktuell führen der Gemeinderat und der Konzern Gespräche, wie der Neubau umgesetzt werden könnte. Von den Grünen gibt es dazu Kritik. Denn der Eurospar-Neubau würde, laut den Grünen, den Verlust der bestehenden Spar-Filiale im Voralpencenter bedeuten.

Grünen-Gemeinderat Timm Uthe fürchtet, dass durch die Auslagerung des Marktes die Erreichbarkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad für ältere und gebrechliche Personen schwieriger bis unmöglich werde. „Grüne“ Sorgen, die man sich nicht zu machen braucht, wenn es nach ÖVP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger geht. Für ihn komme ein neuer Eurospar nur in Frage, wenn statt des jetzigen Nahversorgers ein anderer den Platz im Voralpencenter einnehmen würde. Es gebe dahingehend bereits „klare Gespräche“ mit Spar und einem anderen Nahversorger. „Der Eurospar kommt nur, wenn ein anderer Nahversorger ins Alpenvorlandcenter geht und den Platz von Spar dort einnimmt“, versichert der Manker Stadtchef.

Grüne: Große Kritik bei Bodenversiegelung

Ein weiterer Punkt, den Uthe anspricht, ist die Bodenversiegelung, die durch die Errichtung des Parkplatzes und den Bau des Gebäudes stattfinden würde. „Uns geht das gegen den Strich, wenn diese Fläche versiegelt wird“, sagt er erbost. Laut ihm müsse dies nicht sein. „Wir haben bereits drei Supermärkte in Mank. Weitere Geschäfte sind einfach nicht notwendig“, fügt er hinzu. Laut Grünen sei bei der Planung zudem keine Bedarfserhebung gemacht worden, die einen Supermarkt in diesem Ausmaß rechtfertigen würde. „Wir sind als Einkaufsstadt sehr gut ausgestattet“, fügt er hinzu. Mank wachse im Schnitt um 20 Einwohnerinnen und Einwohner pro Jahr, das entspreche rund zehn Prozent in 20 Jahren. „Ich frage mich, warum man dazu einen doppelt so großen Spar wie bisher braucht“, so Uthe.

Es wird nur einen Eurospar geben, wenn der Platz im Voralpencenter nachbesetzt wird. Martin Leonhardsberger Bürgermeister Mank, ÖVP

Bürgermeister Leonhardsberger möchte indes erst die Gespräche mit Spar und dem möglicherweise nachfolgenden Konzern abschließen, bis im Gemeinderat Beschlüsse gefasst werden. Die Bodenversiegelung relativiert er damit, dass der Parkplatz zur Hälfte mit Grünflächen und zur Hälfte mit Photovoltaik-Dächern ausgestattet werden soll. „Bei der Planung hat man sich sehr bemüht, so umweltfreundlich, wie möglich zu sein“, hält er fest. Die Gemeinde stehe in sehr engem Kontakt zu Spar, der Konzern bestätigt dies auch auf NÖN-Anfrage.

„Wir sind hier in einem guten Austausch mit Bürgermeister Leonhardsberger und kennen seine Anliegen“, lässt ein Konzernsprecher wissen. Aktuell sei dieses Projekt noch eine Idee, für die es weder eine Widmung noch eine unternehmensinterne Projektfreigabe gebe. Vor 2025 werde es also sicher keinen Eurospar in Mank geben. Das bestätigt auch der Bürgermeister.

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Auf dieser Wiese in der Bahnhofstraße könnte in drei Jahren ein neuer Eurospar eröffnet werden.
Foto: Verena Uthe/2022

„Unsere Ziele sind ein selbstständiger Kaufmann als Betreiber, eine zeitgemäße Nahversorgung, mehr Wertschöpfung und zusätzliche Arbeitsplätze in der Region“, heißt es zudem aus der Spar-Zentrale in St. Pölten.

Einstweilen will Leonhardsberger die Meinung der Bevölkerung zu dieser Causa einholen: Bei den Sommergesprächen in Mank werde er den Einwohnerinnen und Einwohnern Fragen um das Projekt beantworten. Die weiteren Gespräche im Gemeinderat seien für Anfang Herbst geplant.

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