Pöchlarner Stadtbad: Pächter-Zitterpartie mit Happy End. Nach Zerwürfnis mit dem bisherigen Pächter Niko Hasic war Stadtgemeinde auf der Suche nach neuem Stadtbad-Betreiber. Nun steht Hasic doch wieder zur Verfügung.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:41)
Niko Hasic (links im Bild) bleibt der Betreiber des Pöchlarner Stadtbads. Fotos: Archiv
Niko Hasic bleibt der Betreiber des Pöchlarner Stadtbads. s: Archiv

„Wir haben bis zur letzten Minute verhandelt, es gab heute noch ein Gespräch – aber jetzt liegt eine Lösung auf dem Tisch“, kündigte ÖVP-Stadtchef Franz Heisler bei der Gemeinderatssitzung vergangene Woche das durchaus unerwartete Happy End in der Causa Stadtbad an.

In der April-Sitzung hieß es schließlich noch, dass man einen neuen Pächter für die Anlage sucht – man sei, wie Heisler es damals formulierte, mit dem bisherigen Betreiber Niko Hasic „zu keinem Ergebnis gekommen“. Eine Aussage, die Hasic gegenüber der NÖN so nicht stehen lassen wollte.

„Es gab Turbulenzen, aber jetzt sind wir wieder auf einem gemeinsamen Weg.“Niko Hasic

„Wir hätten das Stadtbad gerne weitergeführt, aber nicht unter den vorgegebenen Bedingungen“, verwies der Pöchlarner auf mehrere strittige Punkte im vorgelegten Vertrag, – etwa die kurzfristig geänderte Dauer und auch der rechtliche Inhalt –, den er in dieser Form nicht unterzeichnen wollte. Nun hat er es doch getan – nachdem das Schriftwerk noch „einige Male adaptiert wurde“, wie Hasic betont.

„Ich hatte die Anlage – nach elf Jahren! – schon geräumt. Es gab Turbulenzen, aber jetzt sind wir wieder auf einem gemeinsamen Weg“, kommentiert er seine Rückkehr ins Stadtbad.

Dass man sich doch noch einigen konnte, hielt Andreas Willatschek, der für das Stadtbad zuständige FPÖ-Stadtrat, eigentlich nicht mehr für möglich: „Ich bin davon ausgegangen, dass die Gemeinde den Badbetrieb übernimmt. Ich freue mich sehr, dass Niko Hasic wieder zur Verfügung steht.“ Der Gemeinderat beschloss den neuen Pachtvertrag einstimmig – ebenso eindeutig verlief das Votum um die Verpachtung des Stadtbad-Buffets an Cemen Ünal.

Es gibt also wieder einen Badpächter und einen Buffetbetreiber, zudem sind die Sprungbretter erneuert und auch der Beachvolleyballplatz auf Vordermann gebracht worden. Ende gut, alles gut, also? Die Badesaison 2021 ist jedenfalls gerettet: Die Bundesregierung regelt die Öffnung von Freizeitanlagen mit Abstands- und Platzregeln – 20 Quadratmeter pro Person. Die abgeschlossenen Verträge sind allerdings nur auf ein Jahr befristet. Im Herbst soll neuerlich ausgeschrieben werden ...