Schuldspruch für Manker Kirchen-Dieb. Mehrfach hat ein Mann Kleingeld aus Kirchen gestohlen – darunter auch in Mank.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 30. Dezember 2020 (02:51)
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„Es gibt solche und solche Einbrüche“, sagt die Verteidigerin bei ihrer Schlussrede und bittet um ein mildes Urteil. Ihr Mandant Herr K. hat von September 2018 bis März 2019 in mehreren Kirchen Münzen aus Kerzenkassen und Opferstöcken gestohlen. 20 bis 30 Mal soll er das getan haben, insgesamt können dabei nicht mehr als ein paar hundert Euro zusammengekommen sein. Als schwerer Diebstahl wird es aber trotzdem geahndet, weil es um Kirchen geht. Er habe Kleinstbeträge entwendet, um sich etwas zu essen zu kaufen und nicht auf der Straße zu schlafen, sagt die Verteidigerin.

Der 44-jährige deutsche Staatsbürger „will mit diesem Leben abschließen“, deswegen habe er sich auch selbst gestellt. Tatorte gibt es mehrere in Salzburg, der Steiermark, Ober- und Niederösterreich, darunter auch in Mank. An einigen davon gibt es DNA-Spuren, er gibt in seinem umfassenden Geständnis aber noch viel mehr Delikte zu.

Auch wegen eines Handys, das er 2019 gefunden und behalten hat. Das Geständnis ist ein Milderungsgrund: Der Richter verurteilt ihn zu zwölf Monaten Haft, zehn davon bedingt mit einer dreijährigen Probezeit.