Skaterplatz in Ybbs wurde gesperrt. Die Stadtgemeinde Ybbs räumte nach mutwilligen Zerstörungen durch Unbekannte den beliebten Treffpunkt - zum Leidwesen zahlreicher Jugendlicher aus Ybbs.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 16. September 2014 (06:03)
NOEN, Michael Leitner
YBBS / Für rund 30 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 30 Jahren aus Ybbs und der gesamten Region war der Skaterplatz bei der BMX-Bahn ein beliebter Treffpunkt. Speziell am Wochenende, aber zum Teil auch wochentags traf sich dort die Skater-Clique, um ihrem Hobby nachzugehen. Damit ist jetzt vorläufig einmal Schluss.

In der Vorwoche hat die Stadtgemeinde das Areal ohne Vorankündigung gesperrt und sämtliche Gerätschaften geräumt, nachdem der Vandalismus dort extreme Ausmaße angenommen hat. Schuld daran war aber nicht die Skater-Clique, sondern unbekannte Jugendliche, die nach der Öffnungszeit (bis 21 Uhr) in der Nacht immer wieder das Areal heimgesucht haben. Es wurde der Unterstand zerstört, Sachen beschmiert und vieles mehr.

Das weiß auch Lukas Schwarz (22), einer jener Ybbser, der regelmäßig am Skaterplatz war: „Der Skaterplatz wurde zuletzt ziemlich zerstört.“

Gemeinsam soll Lösung gefunden werden

Vom Vandalismus distanzieren sich die Ybbser, die dort gerne Basketball spielten, mit dem BMX-Rad oder am Skateboard unterwegs waren. „Von den Vorfällen möchten wir uns deutlich distanzieren. Außerdem würden wir uns ja ins eigene Fleisch schneiden, wenn wir die Anlage samt Unterstand beschädigen würden, wo wir doch regelmäßig dort sind“, erklärt Schwarz.

Gemeinsam mit der Gemeinde wollen die Jugendlichen nun eine Lösung finden. Deshalb ist bereits am Mittwoch ein Gespräch mit Bürgermeister Alois Schroll terminisiert. „Wir mussten den Skaterplatz sperren, weil die Sicherheit der Jugendlichen nicht mehr gewährleistet war“, erklärt Stadtrat Willi Reiter, der sich bereits um einen neuen Platz umsehen will. Das wiederum wollen die Jugendlichen nicht. Sie würden viel lieber am alten Platz bleiben. „Der Standort war perfekt, wir wollen dort bleiben, denn auch ein neuer Standort wäre vor Vandalen vielleicht nicht sicher“, spricht Lukas Schwarz den Wunsch der Jugendlichen aus. Wie die Lösung aussehen könnte, wird nun am Mittwoch im Rathaus diskutiert.

Online abstimmen

Schon vorab kann online gevotet werden