Diskussion um Tempo 30 im Melker Stadtgebiet

Radlobby regt Diskussion für generelles Tempo 30 im Stadtgebiet an.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 03:01
Lesezeit: 1 Min
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Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet ist für Stadtchef Patrick Strobl (ÖVP) derzeit kein Thema.
Foto: shutterstock/Lisa-s

In Zeiten der Diskussionen über den Klimawandel und mögliche Schutzmaßnahmen taucht ein bestimmter Vorschlag in regelmäßigen Abständen quer über das Land auf: Tempo 30 im Ortsgebiet abseits der Hauptstraßen. Nach Vorstößen in Persenbeug-Gottsdorf greift auch die Melker Radlobby die Thematik auf. Für die Bezirkshauptstadt kein neuer Vorschlag. Bereits im Jahr 2017 forderten die Melker Grünen angesichts des „30er-Fleckerlteppichs“ in der Abt-Karl-Straße generell Tempo 30 – mit Ausnahme der Südspange und der B 1 – für die Stadt.

In der Diskussion gehe es aber nicht nur um das Klima, sondern auch um die Verkehrssicherheit. „Niedriges Tempo sorgt für mehr Sicherheit, da auch die Bremswege kürzer werden“, erklärt Radlobby-Sprecher Christian Höller. Für die Stadt Melk wünscht sich Höller im Bereich des neuen Boulevards zumindest Tempo 30, wenn nicht sogar Schrittgeschwindigkeit, samt einer vernünftigen Begegnungszone. Generell deponiert er für das gesamte Stadtgebiet den Wunsch nach Tempo 30. „Die Radinfrastruktur in der Stadt ist rudimentär. In der Wiener Straße sind gewisse Probleme nur mit Tempo 30 in den Griff zu bekommen“, meint Höller.

Für Stadtchef Patrick Strobl (ÖVP) eine Diskussion, die aktuell nicht geführt werden braucht. „Wir haben bereits 2017 ausführlich über dieses Thema im Ausschuss diskutiert. Dort wo zu schnell gefahren wird, haben wir mit unseren Radarboxen Maßnahmen gesetzt“, meint Strobl.

Er verweist aber auch auf den Startschuss für ein neues Mobilitätskonzept im kommenden Jahr. „Dabei werden wir alles diskutieren. Bis dahin gibt es aber keine Einzelmaßnahmen“, erklärt Strobl.

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