Intensivbetten in Melk aufgestockt. Lage im LKH Melk wird als „angespannt“ bezeichnet. Um Covid-Patienten betreuen zu können, gibt‘s jetzt mehr Intensivplätze.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 07. April 2021 (05:52)
Im Melker Landesklinikum wurde zuletzt die Anzahl der Intensivbetten aufgestockt.
Markus Glück

Die Corona-Zahlen steigen – und die Betten im Melker Krankenhaus füllen sich wieder. „Die derzeitige Situation im Landesklinikum Melk kann – wie in gesamt Niederösterreich – als angespannt beschrieben werden“, kommentiert Petra Zettel von der NÖ Landesgesundheitsagentur auf NÖN-Anfrage. Aktuell werden 21 Patienten aufgrund einer Corona-Infektion im Haus betreut, fünf davon auf der Intensivstation. Um die Versorgung von weitere Corona-Patienten sicherzustellen, wurden die Intensivplätze im Melker Spital aufgestockt: „Dabei handelt es sich um eine bedarfsorientierte Erhöhung der Betten.“

„Gegen Überlastung der Intensivkapazitäten“

Zettel appelliert an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus‘ zu halten: „Nur gemeinsam können wir einer Überlastung der Intensivkapazitäten entgegensteuern!“ Höchste Zeit, denn die Spitäler in ganz Niederösterreich schlugen am Ostermontag Alarm. 123 Corona-Patienten wurden auf den Intensivstationen des Landes betreut – dieser Wert stellt den bisherigen Höchststand dar.

„Die Situation ist denkbar ernst und sie ist beunruhigend“, sagt Bernhard Jany von der NÖ Landesgesundheitsagentur. Die Zahl jener Patienten, die aufgrund einer Corona-Erkrankung intensivmedizinisch betreut werden müssen, überstieg auch bereits die der Patienten in sonstiger intensivmedizinischer Behandlung in Niederösterreich.