Hochwasser in der Region Mank: Die Schäden sind enorm. Nach den Überflutungen sind die Bürgermeister mit einer Kommission in den Orten unterwegs, um sich einen Überblick über die Schäden zu machen.

Von Markus Glück und Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:05)
Die Feuerwehr St. Leonhard hatte noch Tage nach den Überflutungen mit den Aufräumarbeiten zu tun.Leonhard
FF St. Leonhard

Die Hochwasserkatastrophe hinterließ Verwüstung in den einzelnen Orten und einen Schaden in Millionenhöhe.

Alleine in Ruprechtshofen, wo vergangenen Freitag die Schadenskommission die Besichtigung durchführte, geht VP-Bürgermeister Leopold Gruber-Doberer von einem sechsstelligen Euro-Betrag aus. Besonders hart getroffen hat es die Fleischverarbeitungsfirma Grandits sowie die Tischlerei Baumgartner.

Pegelwarnsystem als wirksames Werkzeug gegen Schlimmeres

Im Bereich Melkfeld sind die Keller von zwei Häusern massiv in Mitleidenschaft gezogen worden. Kein hoher Schaden ist dafür beim Altstoffsammelzentrum und der Kläranlage entstanden. „Es gibt zwar einen Schaden, das sind aber meist Kleinigkeiten wie kaputte Zaunanlagen“, betont Gruber-Doberer.

In St. Leonhard fanden die meisten Einsätze im Bereich Kerndl, Dangelsbach, Ritzenberg, Melkfeld und Steghof statt. Die Melkfeldsiedlung mit rund 40 Häusern konnte durch rechtzeitige Maßnahmen weitestgehend geschützt werden.

„Das seit 2010 bestehende automatische Pegelwarnsystem, das 2019 errichtete Katastrophenschutzlager und der 2020 angekaufte Stapler waren wirkungsvolle Werkzeuge zur Abwehr von Schlimmeren“, betont Harald Hömstreit von der Feuerwehr St. Leonhard. Im Laufe des Einsatzes wurden auch 2.000 Sandsäcke gefüllt und durch Kameraden und Anrainer verlegt.

In Mank sind am stärksten der Sportplatz sowie in Hörsdorf die Firma Kerschner und umliegende Objekte in Mitleidenschaft gezogen worden. „Die Schadenskommission wird noch die ganze Woche brauchen, um das volle Ausmaß der Schäden zu deklarieren. Aber meinem Bauchgefühl zufolge wird es eine Summe in der Höhe von einer halben Million Euro werden“, berichtet VP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger.