Gemeinden-Quartett: Busgebühr für die Wachau. Wachau-Gemeinden ziehen an einem Strang und führen Regionsticket für Reisebusse ein. Überwachung der Gebühren erfolgt durch neu gegründete Gesellschaft.

Von Markus Glück. Erstellt am 18. Februar 2021 (05:01)
Melk und die Donau (Symbolbild)
clearlens/Shutterstock.com

Als erste Wachau-Gemeinde führte die Stadt Melk im Frühjahr 2019 die Busgebühren in der Kolomani-Au bei der Schiffsanlegestelle ein. Um keinen Verdrängungswettbewerb innerhalb der Wachau-Gemeinden zu haben, wird dieses Bussystem in den nächsten Jahren auf weitere Wachau-Gemeinden ausgeweitet.

Bisher haben neben Melk auch Spitz, Dürnstein und Krems die Gebühren eingeführt. Diese vier Gemeinden haben sich mittlerweile als „Regionale Park und Infrastruktur GmbH“ (RPBW) zusammengeschlossen. Der Gemeinderat beschloss in seiner vergangenen Sitzung eine Stammeinlage in der Höhe von 4.375 Euro. Der Gesellschaftervertrag soll noch in dieser Woche in Melk unterschrieben werden.

Innerhalb der Gesellschaft verpflichten sich die Gemeinden, Maßnahmen zu setzen, um das ungeregelte Parken von Bussen jeglicher Art in der Tourismusregion zu verhindern. Zur Überwachung wird von der RPBW ein externes Unternehmen beauftragt.

Beschlossen wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung auch eine Erhöhung der Parkgebühren. So steigt der Preis für ein Tagesticket von 40 auf 50 Euro. Neu eingeführt wird ein Nachttarif (20 bis 8 Uhr, 30 Euro) sowie ein Regionsticket (8 bis 20 Uhr, 70 Euro). 40 Prozent der Einnahmen aus den Regionstickets fließen direkt an die RPBW, um laufende Kosten zu decken.

Betriebsstart ist am 1. März, bis 1. Mai soll allerdings noch nicht gestraft werden. Danach ist bei Nichteinhaltung eine Strafe von 250 Euro fällig. Für Großkunden mit einem Umsatz ab 40.000 Euro gewähren die Gemeinden eine Ermäßigung von 20 Prozent.