Massentests: Kraftakt für die Gemeinden im Bezirk Melk. Die Listen füllen sich: Anmeldefrist für kostenlosen Corona-Schnelltest am 12. und 13 Dezember läuft. Der Aufwand für die einzelnen Gemeinden ist groß: Ein Blick in den Bezirk Melk.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 03. Dezember 2020 (10:51)
APA (Symbolbild/dpa)

Das Coronavirus sorgt seit dem Ausbruch der Pandemie immer wieder für Herausforderungen auf den Gemeindeämtern des Bezirks. Jetzt steht ein neuerlicher Kraftakt an: die Covid-Massentests. Am 12. und 13. Dezember wird in den Kommunen - freiwillig und kostenlos - durchgetestet. Die Anmeldefrist dafür läuft (entweder unter www.testung.at/anmeldung, direkt bei der Gemeinde oder vor Ort) und ebenso die Vorbereitung - und zwar auf Hochtouren. Denn die Gesamtorganisation liegt bei jeder einzelnen Gemeinde, wie Dominik Gruber von der Rotkreuz-Bezirksstelle erläutert.

Suche nach freiwilligen Helfern

"Es ist ganz unterschiedlich im Bezirk Melk, wir hatten schon mit vielen Gemeinden Kontakt. Manche bitten um Unterstützung, andere stemmen die Tests wie es aussieht alleine", berichtet der Bezirksgeschäftsführer. Benötigen die Gemeinden nämlich Verstärkung beim Aufbau der Teststraßen oder der Testabnahmen, können sie beim Roten Kreuz, dem Team Österreich oder etwa dem Bundesheer anfragen. Prinzipiell ist vorgesehen, dass medizinisches Fachpersonal (etwa pensionierte oder aktive Ärzte, Pflegekräfte, Ordinationsgehilfen, etc.), welches sich meldet, die Nasen-Rachen-Abstriche entnehmen. In den Gemeinden Loosdorf und Ruprechtshofen sucht man aktuell noch nach freiwilligen Helfern aus dem medizinischen Bereich.

Informationsfluss als Herausforderung

Eine besondere Herausforderung sei auch der Informationsfluss: Die Gemeinden stünden laut Gruber unter Zeitdruck und "kämpfen mit dem Postweg", um alle Bürger rechtzeitig über die Aktion und ihren Ablauf zu informieren: "Mit einem Facebook-Posting oder einem Eintrag auf der Gemeindehomepage erreicht man eben nicht alle, besonders nicht die Zielgruppe, die Risikopatienten."  Wie viele Menschen im Bezirk sich im Rahmen der Massentests den Schnelltests unterziehen oder wie viele Personen dabei im Einsatz sein werden, könne Gruber derzeit "absolut nicht einschätzen": "Das wäre unseriös. Die Listen füllen sich, so viel kann ich sagen."

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