Pöggstaller Hofladen-Diebe geschnappt. Jugendliche stahlen Wechselgeld aus Kasse und beschädigten Tür. Betreiber ziehen jetzt Konsequenzen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 28. April 2021 (05:08)
Kurzzeitig blieben vergangene Woche die Türen des beliebten „Waldviertel2go“ in Pöggstall geschlossen. Nach Diebstählen und Sachbeschädigungen hat die Selbstversorgerhütte nun wieder geöffnet.
Hamersky, Hamersky

Wer regionale Lebensmittel und Schmankerl im Würnsdorfer Selbstbedienungsladen „Waldviertel2go“ kauft, muss ab jetzt auch Kleingeld parat haben. Aufgrund von mehreren Diebstählen und einer Beschädigung in den vergangenen Wochen steht den Kunden nämlich kein Wechselgeld mehr vor Ort zur Verfügung.

„Es ist eine Notlösung, vielleicht lassen wir uns noch Alternativen einfallen. Wir sind aber leider zu diesem Schritt gezwungen“, sagt Elisabeth Hamersky, die mit ihrer und einer befreundeten Familie seit fast zwei Jahren die Selbstversorgerhütte betreibt.

Wie sie gegenüber der NÖN berichtet, wurde punkto Sicherheit immer wieder nachgerüstet, doch die Vorfälle häufen sich. „Zuletzt hat uns einer unserer Brotbäckerinnen angerufen, warum in der Früh kein Wechselgeld in der Kasse war – obwohl es am Abend davor aufgefüllt wurde. Wir kontrollieren regelmäßig unser Überwachungsmaterial und melden das dann bei der Polizei. Das ist leider mittlerweile ein sehr häufiger Prozess“, berichtet sie.

So auch in der Vorwoche: Zuletzt blieb die Tür des beliebten Hofladens, der normalerweise rund um die Uhr geöffnet ist, auch für einige Stunden geschlossen. Eine Tür wurde gewaltsam aufgebrochen und die Wechselgeldkasse geplündert, die Betreiber erstatteten Anzeige und reparierten den Schaden.

Die Exekutive hat kurz nach dem Vorfall die Täter geschnappt: Nachdem der Diebstahl gemeldet wurde, hielt eine Streife einen Jugendlichen (14) an, bei der Befragung zeigte er sich geständig. In weiterer Folge ermittelten die Beamten aufgrund der Sachbeschädigung an der Tür – daraufhin hielt die Polizei wiederum fünf Jugendliche an, darunter wieder den 14-Jährigen. Die Jugendlichen gestanden, die Tür im Laden aufgebrochen und das Geld entwendet zu haben.

Hamersky hofft nun, dass die Vorfälle aufhören: „Die letzte Konsequenz wäre, den Laden zu schließen – das würde mir das Herz brechen. Auch, weil so viele Stammkunden und ehrliche Leute bei uns einkaufen, die das regionale Angebot genießen und wertschätzen.“

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