Haben Cafés Rauchverbot missachtet?. Beschwerde erreichte Redaktion: In überdachten Gastgärten am Thörringplatz soll geraucht werden. Café-Betreiber klären auf, Bezirkshauptmannschaft geht der Sache nach.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:34)
Ein anonymer NÖN-Leser erhob Vorwürfe, laut denen in den „Zelten“ der beiden Cafés „Intakt“ und „K. u. K.“ geraucht werden soll.
Haunschmid

Seit November 2019 gilt das generelle Rauchverbot in den Gastronomiebetrieben Österreichs. Als ein „besorgter Bürger“ blauen Dunst am Thörringplatz entdeckte, langten ein anonymer Brief in der NÖN-Redaktion und eine Anzeige bei der für das Rauchverbot zuständigen Bezirkshauptmannschaft ein.

„Anscheinend gilt das Rauchverbot nicht für alle Wirte und Kaffeehausbetreiber im Land. Kann in Österreich denn jeder machen, was er will?“, schrieb der Verfasser, der angab, Pöchlarner zu sein. Im Schreiben wird angemerkt, dass in den „geschlossenen Zelten“ in den Gastgärten geraucht und serviert werde.

Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner bestätigt gegenüber der NÖN, dass die anonyme Anzeige eingelangt sei. Man gehe der Sache nach: „Es wurden erforderliche Schritte eingeleitet.“

Nachgefragt bei den beiden Cafés am Thörringplatz, sieht man sich klar im Recht. Denn es handle sich schließlich nicht um geschlossene Zelte, sondern um Schirme mit Seitenwänden. „Und diese Wände sind nur eingehängt, das ist eigentlich alles offen. Sie sind ein reiner Schutz vor Wind und Wetter“, erläutert Indira Hasic vom Café „Intakt“. Das hätten sie auch vor dem Installieren mit der Wirtschaftskammer abgesprochen.

Selbige Exemplare sind auch im Außenbereich des „K & K Stadtkaffees“ nebenan angebracht – und zwar schon seit einigen Jahren. „Uns ist der Nichtraucherschutz ein wichtiges Anliegen. Wir haben einen Ganzjahres-Gastgarten und uns dementsprechend informiert“, berichtet Klaus-Dieter Müller, Lebensgefährte der Lokalbesitzerin Sabine Metzl.