NÖ Regionalwahlkreise: Strasser ist Stimmenkaiser. Bauernbund-Präsident aus Nöchling unumstrittene Nummer Eins bei Nationalratswahl. FP-Basis mit „Jetzt erst Recht“-Effekt für gefeuerten Ex-Klubobmann Martin Huber aus Blindenmarkt.

Von Markus Glück. Erstellt am 04. Oktober 2019 (10:46)

Mit 9.885 Vorzugsstimmen ist der Nöchlinger Nationalratsabgeordnete Georg Strasser auf Regionalwahlkreis-Ebene wieder der Vorzugsstimmenkaiser von Niederösterreich. Für Strasser, der, ebenso wie alle anderen Kandidaten der Volkspartei, erstmals keinen Vorzugsstimmen-Wahlkampf führte, ein überraschendes Ergebnis: „Das ist eine enorme Auszeichnung und bestätigt unsere Arbeit. Es ist unser neuer Stil mit wenig Ressourcen, dafür mehr persönlichen Engagement etwas zu erreichen.“

Der Nöchlinger freut sich aber noch aus einen anderen Grund über das Ergebnis. Seit seiner Wahl zum Bauernbund-Präsidenten unkten manche in der Region, er verliere die regionale Verankerung. „Mit dem Ergebnis ist der Vorwurf deutlich entkräftet,“ betont Strasser.

Schroll "knackte" fast Marke von Parteichefin Rendi-Wagner

Landesweiter Stimmenkaiser bei den Regionalwahlkreis-Kandidaten in der SPÖ ist der künftige Nationalratsabgeordnete Alois Schroll. Mit knapp mehr als 4.000 Vorzugsstimmen (inklusive Landesliste) knackte Schroll fast auch Spitzenkaniddaten Pamela Rendi-Wagner (4.830).

„Nach den anstrengenden Wahlkampf-Wochen macht mich das Ergebnis stolz. Es zeigt auch, dass wir Bürgermeister sehr nahe bei der Bevölkerung sind“, meint Schroll. Durch die Arbeit im Nationalrat wird sich Schroll auch in seiner Tätigkeit bei der Arbeiterkammer karrenzieren lassen. „Ein Traum geht in Erfüllung. Das überregionale Mandat ist eine perfekte Kombi zum Bürgermeister-Amt“, erzählt Schroll.

Ebenfalls ein beeindruckendes Vorzugsstimmen-Wahlergebnis gelang der Melkerin Bettina Schneck (Grünen). Bei ihrem ersten Antreten musste sie bei den Vorzugsstimmen nur Landesspitzen-Kandidatin Elisabeth Götze (1.750) den Vortritt lassen. Schneck sieht in ihren 904 Stimmen auch ein gutes Zeichen für die Gemeinderatswahl, wo sie erstmals als Spitzenkandidatin in Melk kandidieren wird. „Das Ergebnis hat mich überrascht. Es bestätigt mich aber darin, dass ich authentisch bin und die Inhalte passen“, meint Schneck.

Eine Überraschung und ein deutliches Zeichen an die Bundespartei gelang Ex-FP-Klubobmann Martin Huber. Mit 1.348 Vorzugsstimmen im Wahlkreis ließ der Blindenmarkter dabei sogar Spitzenkandidaten Edith Mühlberghuber (1.297) und Bezirkskandidat Richard Punz (409) hinter sich.

Alle Infos zur Nationalratswahl 2019 findet ihr hier.