NÖN-Serie: Abenteurer unter sich. Rudolf Leitner und Karin Lumetzberger erfüllten sich ihren Jugendtraum: Sie bereisten in mehreren Etappen und Vehikeln die Donau bis ins Schwarze Meer.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 13. September 2020 (05:55)
Rudolf Leitner und Karin Lumetzberger bei ihremAbenteuerurlaub auf der Zille.
privat

Es ist schon einige Jahre her, aber bei der Erinnerung gehen Karin Lumetzbergers und Rudolf Leitners Mundwinkel immer noch nach oben. In mehren Etappen und Jahren erfüllten sie sich ihren Jugendtraum: Sie bereisten die Donau – bis ins Schwarze Meer.

Zum Einsatz kamen dabei ein Ruderboot, eine Zille und starke Nerven. Denn eine Reise für Zartbesaitete war das nicht: Donaueschingen bis Regensburg „beruderten“ die beiden in einem „Grabner Rafting-Luftboot“. Geschlafen wurde im Zelt. „Die Verpflegung für einige Tage hatten wir mit an Bord“, berichten die Abenteurer. Zum Teil mussten sie das Boot aufgrund des niedrigen Wasserstandes tragen – beziehungsweise auf dem selbst gebastelten Fahrwerk schieben.

   
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„Total müde, aber stolz“ nach zweiter Etappe

Ein Jahr später nahmen sie die nächste Etappe in Angriff. Im Juli 2008 ging es von Regensburg nach Emmersdorf. „Total müde, aber stolz“, lag dieser Teil zwei Wochen später auch hinter ihnen. Wieder ein Jahr später folgte die letzte Etappe.

2009 fuhren sie auf einer Holzzille (inkl. Motor; mit dem klingenden Namen „King B. Rubbish 1“) von Emmersdorf bis ins Schwarze Meer. „Unser Ziel war, nur mit gebrauchten Utensilien diese Etappe zu bewältigen und uns Dinge, die sonst eventuell als Sperrmüll entsorgt würden, schenken zu lassen, sie zu reparieren, restaurieren oder zu verschönern“, berichten sie. 21 Tage lang waren sie Tag und Nacht auf der Zille. Gebadet wurde in der Donau, gekocht, gegessen, geschlafen auf der „King B. Rubbish 1“ . „Auf dieser Reise hatten wir so viele Erlebnisse“, schwelgen sie in Erinnerungen. Gewitter, ein Motorschaden oder Gelsen-Attacken konnten sie nicht stoppen. „Wir hatten ganz viele wunderschöne Begegnungen mit Leuten die an und von der Donau leben“, erinnern sie sich an ihr Ziel – am 3. August 2009 erreichten sie das Schwarze Meer - in Sfantu Gheorghe.