Vermarktung für Ybbser Stadthalle

Buchungslage gut, viele Veranstalter sind derzeit aber zurückhaltend.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 06:09
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Stadthalle Ybbs
Die Stadthalle soll ab dem Jahr 2022 mit einem besseren Marketing vermarktet werden.
Foto: zVg

Mit der Pandemie stand das erste Jahr der Ybbser Stadthalle unter keinem guten Stern. Nach der Verschiebung der Eröffnung von 9. Jänner auf 10. September folgten auch in der zweiten Jahreshälfte zahlreiche Veranstaltungsabsagen, darunter auch einige Termine der Ybbsiade. Die Prognose ist weiterhin nicht rosig: Die geplante Ballsaison fällt zum zweiten Mal in Folge ins Wasser.

Um die Stadthalle kostendeckend zu führen, sind zumindest 60 Veranstaltungen pro Jahr notwendig. Alleine im vergangenen November und Dezember waren laut SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Schachner 20 Events, etwa mehrere Firmenveranstaltungen, geplant, die abgesagt werden mussten. Für die ersten beiden Monate im neuen Jahr sind derzeit zwölf Events gebucht, zwei wurden allerdings bereits wieder storniert. Geplant ist auch eine Faschingssitzung sowie ein Event mit dem Gemeindebund. Anfang Juli ist ein DKW-Oldtimertreffen geplant, dafür sind in der Region bereits mehrere Hotels ausgebucht. „Von den Buchungen schaut es derzeit eigentlich gut aus, viele sind aber noch zurückhaltend“, weiß Schachner. Wichtig ist ihr, dass die Stadthallen-Events auf mehrere Beine, etwa Hochzeiten, Kultur und Firmentermine, gestellt sind. Durch die neue Kooperation mit dem Convention Bureau NÖ, eine bei der NÖ Werbung angesiedelte Schnittstelle für Kongressanbieter und Unternehmen, will man sich einen Status aufbauen. „Wir wollen uns einen Status aufbauen, mit Corona ist das derzeit aber nicht einfach“, sagt Schachner.

Wir haben bisher nie ein Marketing für die Stadthalle gehabt.“ Ulrike Schachner Bürgermeister

Bei der ÖVP erinnert Stadtrat Gert Kratzer an das Finanzierungskonzept: Darin enthalten, eine Auslastung von zumindest 70 Prozent und bis zu drei Events pro Woche. „Derzeit schaut es aus, als ob wir die angestrebte Auslastung nicht erreichen. Wir wissen weder, wie viele Events geplant sind, noch die Entwicklungen“, ärgert sich Kratzer.

Für das Marketing werden 40.000 Euro in die Hand genommen. Dafür setzte es Kritik vonseiten der Opposition. „Kein innovativer Betrieb kann ohne Marketing funktionieren. Wir haben nie ein Stadthallen-Marketing gehabt, dass müssen wir jetzt aber auf Vordermann bringen“, betont Schachner. Für das Stadthallen-Marketing wird es eigene Packages geben, Angebote dazu wurden von beiden IT-Centers, eines davon im Besitz von SPÖ-Stadtrat Christoph Fritz, gestellt. Für die Akquise soll jemand eigener engagiert werden.