Inserat von Loosdorfer Firma aus Verkehr gezogen. Eine „zu eindeutige Botschaft“ ortete der Werberat in der Annonce einer Firma aus Loosdorf. Jetzt wird diese überarbeitet.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 13. August 2019 (04:54)
TBL
Eindeutige Gesten und zweideutige Sprüche: Die Firma TBL aus Loosdorf suchte mit diesem Inserat nach einem Technischen Zeichner.

„Wir haben absolut niemanden provozieren wollen“, räumt Georg Lindner ein. Trotzdem ist die Stellenausschreibung, über die seine Firma TBL aus Loosdorf im Internet einen Technischen Zeichner suchte, mittlerweile wieder offline.

Der Grund: Der Österreichische Werberat forderte einen sofortigen Stopp der Kampagne, die mit roten Lippen, dunklen Locken, eindeutigen Gesten und zweideutigen Sprüchen einen – wohl männlichen? – Neuzugang für das Planungsbüro ansprechen hätte sollen.

Denn genau das darf ein Jobinserat eben nicht: Nur Männer oder Frauen per Stelleninserat für einen Job zu suchen, ist gesetzlich nicht zulässig. Es müssen beide Geschlechter angesprochen werden. Zudem kommuniziert das Bild laut dem Urteil des Werberats eine sexistische Botschaft – die Technikbranche als reine Männerdomäne zu sehen, ist ein Geschlechterklischee.

Lindner akzeptiert die Entscheidung und lässt das Inserat nun neu gestalten. Ganz verstehen kann er die Aufregung aber trotzdem nicht. „Wir wollten eben kein 08/15-Stellenangebot veröffentlichen“, rechtfertigt er die Annonce. Und fügt noch hinzu: „Eine Frau hat diese Ausschreibung entwickelt.“

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