Wieder orange Ampel für Bezirk Melk. Nach nur einer Woche mit gelber Ampel, blinkt Bezirk Melk wieder "orange". Zahl der Covid-Fälle liegt aktuell bei 74 Personen. 480 Personen sind in Quarantäne. "Orange" hat Auswirkungen auf Gastronomie, Amateursport und Kultur.

Von Markus Glück. Erstellt am 22. Oktober 2020 (21:25)
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Nur kurz dauerte die Entspannung im Bezirk Melk. Nach nur einer Woche entschied sich die Corona-Ampelkommission den Bezirk wieder auf "Orange" zu stellen. Bereits Donnerstagnachmittag deutet alles daraufhin, dass die Ampel wieder umspringen wird (die NÖN berichtete). Waren es noch am Montag knapp 50 neue Fälle in den vergangenen sieben Tagen, zeigt die für die Ampelkommission wichtige Sieben-Tagesinzidenz am Donnerstag 65 Fälle sowie einen Wert von 83,4 pro 100.000 Einwohner. Als Richtwert für eine orange Ampel muss der Wert für die Sieben-Tagesinzidenz zwischen 50 und 100 liegen. Er ist aber nicht alleine ausschlaggebend für die Einstufung, wie ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig betont. So spielt etwa auch die Auslastung in den Spitälern eine Rolle. 

Mit Donnerstag sind laut Bezirkshauptmannschaft Melk 74 Personen im Bezirk positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Insgesamt sind im Verwaltungsbezirk Melk 480 Personen in Quarantäne, 41 Personen sind mit Verkehrsbeschränkungen belegt. Eine klare Steigerung gegenüber dem Wochenstart am Montag. Da gab es insgesamt knapp 60 Covid-Fälle, 320 Menschen befanden sich in Quarantäne. Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner appelliert abermals, die Maßnahmen und Vorgaben einzuhalten, bei Verdachtsfällen die Coronahotline 1450 zu wählen. 

Auswirkungen hat die orange Ampel im Bereich des Amateursports, der Gastronomie und der Kultur. So gehören ab der nächsten Woche wieder Geisterspiele auf der Tagesordnung. Betroffen ist etwa die Landesliga-Partie des SC Kilb, aber auch die Partie der zweiten Landesliga, SC Melk gegen Rohrendorf. Allerdings haben Heimvereine das Recht, Geisterspiele zu verschieben, wird die Partie trotz leeren Rängen gespielt, erhält der Heimverein eine "Geisterspiel-Prämie" des Landes Niederösterreich. 

Auch bei Kulturveranstaltungen indoor dürfen trotz Corona-Präventionskonzept und zugewiesener Sitzplätze nur mehr 250 Besucher statt 1.500 Besucher kommen.
Nach nur einer Woche Erholung, kehrt ab Montag die Gäste-Registrierung in die Gastronomie zurück. Die Sperrstunde bleibt bei 1 Uhr.