Stora Enso: Bekenntnis zu Ybbser Standort

Erstellt am 02. Juli 2022 | 06:11
Lesezeit: 3 Min
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Gemeinsam mit Michael Schrattmaier (r.) stellte Betriebsleiter Werner Hatteier, der im Herbst 2020 neuer Leiter in Ybbs wurde, Stadtchefin Ulrike Schachner (l.)die neuen Pläne vor.
Foto: Glück
Stora Enso investiert neun Millionen Euro in Werk und will weiter wachsen.
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Mit einer Holzverarbeitungsmenge von rund 1,1 Millionen Festmetern pro Jahr zählt das Ybbser Sägewerk des finnisch-schwedischen Stora Enso Konzerns zu den größten Europas. Zuletzt verkündete der Konzern die Investition von zumindest neun Millionen Euro in eine automatisierte Beschichtungsanlage für CLT, die die Aufbringung meiner hochwertigen, wasserbasierten Beschichtung auf rund 500.000 m² CLT-Wände und -Böden ermöglicht.

Der Bau für die neue Anlage ist laut Betriebsleiter Werner Hatteier bereits gestartet, noch im Juni sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Im Juli startet dann der Hochbau, nach dem Sommer folgt der Holzbau. Die weltweit bisher größte Beschichtungsanlage soll dann spätestens im vierten Quartal 2023 eröffnet werden. Hatteier freut sich über die Investitionen am Standort und kennt die Gründe für die Konzernentscheidung, die neue Halle in Ybbs zu bauen: „Ybbs genießt im Konzern einen sehr guten Ruf, unser Werk wird zudem als Vorzeigewerk gehandelt. Durch die Lage ergeben sich natürlich auch logistische Vorteile.“

Die Investitionen in die neue CLT-Beschichtungsanlage sollen aber nicht die einzigen am Ybbser Standort bleiben. So steht der Konzern kurz davor ,Grundstücke zwischen der Rotkreuz-Bezirksstelle und dem Oberleithner-Teich zu kaufen. Die betroffenen Grundstücke gehören derzeit der Stadtgemeinde Ybbs, dem Bürgerspitalsfonds und der Diözese St. Pölten. In der kommenden Ybbser Gemeinderatssitzung soll der Beschluss erfolgen.

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Aktuell noch grüne Wiese soll in den kommenden Jahren die Betriebserweiterung von Stora Enso neben dem Rotkreuz-Haus erfolgen.
Foto: Symbolfoto: Stora Enso Wood Products GmbH

Ausbau unter Einbindung der „Au-Bevölkerung“

Die Plänen zum Kauf wurden auch den Anrainern in der Au-Siedlung bereits vorgestellt. „Stora Enso will für den Planeten und die Menschen Gutes tun. Daher pflanzen wir einen acht Meter breiten Grünstreifen, investieren in einem Radweg und wollen auf der neuen Produktionshalle eine PV-Anlage errichten“, berichtet Hatteier. Was genau in der Produktionshalle beheimat sein wird, steht aktuell nicht fest. Die Ideen gehen dabei von einer Erweiterung der CLT-Kapazitäten über die Veredelung und Weiterverarbeitung von Produkten bis zur Produktion beispielsweise von Leimbindern. „Wir bieten dem Konzern das Grundstück an, dort erfolgt dann die Entscheidung. Bisher werden bis zu drei Projekte im Jahr umgesetzt“, kann Hatteier aktuell nicht sagen, wann die Entscheidung fallen wird. Fix ist aber, dass am Ende 50 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den aktuell rund 500 Beschäftigen am Ybbser Standort hinzustoßen werden.

Erfreut über das Standortbekenntnis der Konzernzentrale und den ausgezeichneten Ruf des Werks zeigt sich auch Stadtchefin Ulrike Schachner (SPÖ): „Der Konzern ist ein guter Partner der Stadt, der auch mit der Bevölkerung immer die Kommunikation auf Augenhöhe sucht. Wichtig ist beim Ausbau die Distanz zur Au und die Einbindung der Bürger.“

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