Dammerer zieht für ÖVP in Landtagswahl

Erstellt am 13. April 2022 | 04:01
Lesezeit: 3 Min
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Gratulierten Silke Dammerer zur Kandidatur: Bezirkschef Georg Strasser, der Zweite Landtagspräsident Karl Moser, Bauernbund-Viertelobmann Leopold Gruber-Doberer und Bauernkammer-Obmann Johannes Zuser.
Foto: Foto: privat
Ybbserin von Bauernbund als Spitzenkandidatin nominiert. Sie gilt damit als künftige Nachfolgerin von Karl Moser.
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Jetzt ist fix, was NÖN-Leserinnen und Leser bereits seit Sommer wissen: die Ybbserin Silke Dammerer geht als Spitzenkandidatin für den Bezirk Melk in die Landtagswahl 2023. Vergangene Woche wurde die Bezirksbäuerin von 115 Bauernbund-Delegierten im Pöchlarner Gasthaus Graml mit 95.5 Prozent nominiert. Offiziell geht Dammerer als Bauernbund-Kandidatin in den Wahlkampf. Da sowohl Dammerers Vorgänger als Landtagsabgeordneter Karl Moser als auch Bezirkschef Georg Strasser beide im Bauernbund fest verankert sind, kann davon ausgegangen werden, dass Dammerer das interne ÖVP-Duell um die Bezirksspitzenkandidatur für sich entscheiden wird. Wie bei der ÖVP in Niederösterreich üblich, wird es zu einem Vorzugsstimmenwahlkampf zwischen den Kandidaten der einzelnen Bünde kommen. Bei der Stärke des Bauernbundes im Bezirk liegen hier die Trümpfe klar bei Dammerer. Wen die anderen Bünde nominieren, ist derzeit noch offen, gehandelt wird etwa der Manker Bürgermeister Martin Leonhartsberger (NÖAB). ÖVP-Bezirkspartei-Obmann Georg Strasser betont, dass die Entscheidung über die Spitzenkandidatur in den kommenden Monaten falle.

Bauernbund-Viertelobmann Leopold Gruber-Doberer freut sich über die ausgesprochen breite Zustimmung für die Ybbserin. „Silke ist für eine breite Masse wählbar. Mit ihrem Engagement und ihrer Art ist sie eine Idealbesetzung für diese Aufgabe“, betont Gruber-Doberer. Dem Ruprechtshofner war es wichtig, dass die Wahl geheim und schriftlich stattfindet: „So verdeutlicht es den breiten Konsens für Silke. Wir gehen mit voller Power in den Wahlkampf.“ Vorschusslorbeeren gibt es auch von Strasser: „Silke hat einen beruflichen und familiären Erfahrungsschatz, den sie bisher schon in ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten zeigte.“

Vorfreude bei Dammerer

Dammerer freut sich im NÖN-Gespräch auf die kommenden Wochen und die mögliche neue Herausforderung im NÖ Landtag. „So eine Entscheidung trifft man nicht aus dem Bauch heraus, so etwas gehört gründlich überlegt. Ich will aber die Zukunft im Bezirk mitgestalten“, sagt Dammerer. Als Themen hat die Ybbserin, die in ihrer Heimatstadt auch Gemeinderätin ist, den ländlichen Raum mit alle seinen Herausforderungen – von Breitband-Ausbau bis zur ärztlichen Versorgung auserkoren. Auch die Landwirtschaft spielt für sie dabei eine wichtige Rolle: „Den Landwirten bleibt derzeit nicht viel übrig und ich will dafür sorgen, dass es auch in den nächsten Jahrzehnten noch Landwirte im Bezirk gibt“, betont Dammerer.

Spannend könnte die Wahl Dammerers auch für die Stadtgemeinde Ybbs werden. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass die künftige Landtagsabgeordnete Dammerer auch als Spitzenkandidatin um das Bürgermeisteramt in die Gemeinderatswahl 2025 gehen könnte.

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