Bürgermeister Schroll geht mit Kondomen auf Stimmenfang. SP-Schroll wirbt mit Verhütungsmittel. „Schrolldom“ scheidet die Geister. Werbe-Experte findet Idee nicht schlecht.

Von Markus Glück und Denise Schweiger. Erstellt am 05. September 2019 (05:52)
NÖN
Das „SCHROLLdom“ sorgt bei den Jugendlichen im Bezirk für Schmunzeln.

Für Kopfschütteln bei so manchem Ybbser sorgt das aktuelle Wahlkampfgeschenk des Ybbser Bürgermeisters und SP-Regionalwahlkreis-Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl Alois Schroll. Der Ybbser verteilt – vor allem bei Events der Jugend-Szene – unter dem Namen „Schrolldom“ ein Kondom für „maximale Sicherheit“.

„Ist es notwendig, dass unser Bürgermeister mit Kondomen Wahlwerbung macht?“, ärgert sich ein Ybbser, der sich in der NÖN-Redaktion meldete.

Angesprochen auf das Wahlgeschenk betont Schroll, dass dieses in Abstimmung mit den Jugendlichen als solches verteilt wird: „Die Jugend hat es sich gewünscht und ich finde, dass das Thema ein sehr wichtiges ist.“

Nachgefragt bei Georg Zöchling, Werbe-Experte der Melker Agentur „Sterngasse“, versteht er die Aufregung über ein Kondom als „Wahlzuckerl“ nicht.

„Das ist zur Erreichung einer jugendlichen Zielgruppe ein Dauerbrenner. Zwar in die Jahre gekommen, aber ein Dauerbrenner“, meint Zöchling auf NÖN-Anfrage. Die Werbebotschaft – ein sicheres und gutes Leben – sei gut gewählt.